Sportwagen Kode 57 Ken Okuyamas vierter Streich
Sieht aus wie ein Ferrari aus einem Manga-Comic: der Sportwagen Kode 57. Besonders auffällig sind die gegenläufig angeschlagegen Türen.
Designer Ken Okuyama hat sich mit dem Kode 57 einen weiteren Traum erfüllt. Der rote Flitzer ist schon das vierte Auto, das der ehemalige Kreativdirektor von Pininfarina selbst konzipiert hat.
Das Heck des Kode 57 wird geprägt von einem riesigen Diffusor, der kaum mehr Platz für einen entsprechend großen Auspuff lässt.
Die weitgehend freistehenden Kotflügel sollen an einen Formel1-Rennwagen erinnern und die lange Nase des Zweisitzers betonen.
Durch die Haube lugt der sechs Liter große V12-Motor mit 720 PS.
Die Instrumente hat Okuyama in ein poliertes Blech-Panel gepackt und in die Mitte gerückt.
Auf der Haube prangen die Initialen des Designers.
Bei der Auswahl des Zwölfzylinders hat Ken Okuyama Unterstützung vom deutschen Tuner Novitec Rosso erhalten.
Der Kode 57 ist ein Tiefflieger, in dem man nur durch einen kleinen Windabweiser vor Sturm und Regen geschützt ist, Bei über 330 km/h Spitze eine mutige Emtscheidung.
Gemessen am extremen Exterieur wirkt der Innenraum fast noch dezent. Wobei das rote Leder und erst recht das Rautenmuster schon Geschmacksache sind.
Vorn erkennt man noch am ehesten die Ferrari-Verwandtschaft und denkt unweigerlich an die Frontpartie des Modells Enzo. Kein Wunder, denn auch der stammt aus der Feder Okuyamas.
Auch wenn Okuyama die Ressourcen eines großen Herstellers fehlen und er nicht mal eben in einen Windkanal kann, har er bei Design sehr genau auf die Aerodynamik geachtet.
Auf der Tokio Motor Show 2013 zeigte Okuyama den Kode 9. Als Unterbau für den Kode 9 diente das Aluminium-Chassis eines Lotus Super Seven, als Antrieb standen ein Zweilitermotor aus dem Honda S2000 mit 370 PS oder ein 135-PS-Aggregat zur Verfügung.
"Wen ich nicht leiden kann, dem verkaufe ich auch kein Auto", warnte Okuyama damals interessierte Kunden vor.