Spreepark Berlin: Geschichte eines Untergangs - DER SPIEGEL
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Spreepark-Ruine in Berlin Verwuchert und verworren

Tief im Berliner Osten siecht der stillgelegte Spreepark dahin. Seit mehr als zehn Jahren liegt das Gelände im Plänterwald brach, trotz zahlreicher Investor-Avancen. Doch warum? Eine Spurensuche in Berlins schönster Ruine.
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Fotogener Abenteuerspielplatz für Großstädter: Der stillgelegte Spreepark im Osten Berlins liegt seit mehr als einem Jahrzehnt brach.

Foto: Clara Fohrbeck
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Lageplan am Eingang des Parks: Von den Fahrgeschäften ist nicht mehr viel übrig. Der Insolvenzverwalter hat das meiste verkauft.

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Vom Pflanzenmeer geschluckt: ein kleines Tassen-Karussel

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Das Riesenrad dreht sich immer noch, wenn der Wind über den Spreepark fegt.

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Führung durch die Freizeitpark-Ruine: Am Wochenende zieht es Ost-Nostalgiker, Familien und Touristen in den Park.

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"Ich habe damals hier die Betonlandschaft selbst aufgebrochen, Natur angelegt und Frösche für die Seen gefangen", sagt der frühere Parkchef Norbert Witte.

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Dornröschenschlaf: Mittlerweile sind die Teiche voller Algen.

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Warteschleife: die Kanus in der Wildwasserbahn

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Funktionstüchtiges Relikt: Eine kleine Bahn wurde wieder instand gesetzt und rattert am Wochenende durch den Park.

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Neben den Attraktionen war der Spreepark bekannt für seine Shows. Es gab einmal ein Westerndorf mit Stuntshow. Auch die bekannte Eisbären-Dompteurin des DDR-Staatszirkus trat hier auf: Ursula Böttcher.

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"Man muss nur die Elektrik neu machen": Reste von der Achterbahn "Spreeblitz"

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Vorsicht, Einsturzgefahr: viele ehemalige Attraktionen

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Beliebter Drehort: Immer wieder wird der Spreepark für Filmaufnahmen gebucht. Unter anderem wurde hier für "Wer ist Hanna" mit Cate Blanchett und den deutschen Vampirfilm "Wir sind die Nacht" gedreht.

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Piefig oder Kult? Überbleibsel einer kleinen Bahn

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Morbider Charme: Im Mai fand im Spreepark ein Konzert der Band The XX statt. Mit großem Erfolg, der Veranstalter wollte den Park danach ganz - doch die Berliner Behörden brachen eine Zwangsversteigerung, bei der er der Höchstbietende war, ab.

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Jeden Jahr brechen bis zu 500 Menschen im Spreepark ein - und nehmen alles mit, was ihnen gefällt.

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Beliebtes Souvenir: Die Schwäne schafften es mit ein paar feierwütigen Berlinern schon aufs offene Wasser.

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Früher wurde hier Süßkram verkauft, heute sammelt sich der Müll.

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Ruine altenglischer Fachwerkhäuschen: Hier gab es früher unter anderem ein Geisterhaus und ein Spiegellabyrinth.

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Aus den Gondeln mussten schon einige Leute befreit werden - als der Wind aufhörte zu wehen und sie in luftiger Höhe festsaßen.

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Naturschutzgebiet Plänterwald: Von der S-Bahn-Station Plänterwald dauert es 15 Minuten zu Fuß zum Park - offenbar zu weit für manche. Keine Parkplätze, keine Besucher, laute Norbert Wittes Diagnose.

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Jurassic Park, verlassene Welt - das passt zum Spreepark.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?