Spreepark-Ruine in Berlin Verwuchert und verworren
Fotogener Abenteuerspielplatz für Großstädter: Der stillgelegte Spreepark im Osten Berlins liegt seit mehr als einem Jahrzehnt brach.
Lageplan am Eingang des Parks: Von den Fahrgeschäften ist nicht mehr viel übrig. Der Insolvenzverwalter hat das meiste verkauft.
Vom Pflanzenmeer geschluckt: ein kleines Tassen-Karussel
Das Riesenrad dreht sich immer noch, wenn der Wind über den Spreepark fegt.
Führung durch die Freizeitpark-Ruine: Am Wochenende zieht es Ost-Nostalgiker, Familien und Touristen in den Park.
"Ich habe damals hier die Betonlandschaft selbst aufgebrochen, Natur angelegt und Frösche für die Seen gefangen", sagt der frühere Parkchef Norbert Witte.
Dornröschenschlaf: Mittlerweile sind die Teiche voller Algen.
Warteschleife: die Kanus in der Wildwasserbahn
Funktionstüchtiges Relikt: Eine kleine Bahn wurde wieder instand gesetzt und rattert am Wochenende durch den Park.
Neben den Attraktionen war der Spreepark bekannt für seine Shows. Es gab einmal ein Westerndorf mit Stuntshow. Auch die bekannte Eisbären-Dompteurin des DDR-Staatszirkus trat hier auf: Ursula Böttcher.
"Man muss nur die Elektrik neu machen": Reste von der Achterbahn "Spreeblitz"
Vorsicht, Einsturzgefahr: viele ehemalige Attraktionen
Beliebter Drehort: Immer wieder wird der Spreepark für Filmaufnahmen gebucht. Unter anderem wurde hier für "Wer ist Hanna" mit Cate Blanchett und den deutschen Vampirfilm "Wir sind die Nacht" gedreht.
Piefig oder Kult? Überbleibsel einer kleinen Bahn
Morbider Charme: Im Mai fand im Spreepark ein Konzert der Band The XX statt. Mit großem Erfolg, der Veranstalter wollte den Park danach ganz - doch die Berliner Behörden brachen eine Zwangsversteigerung, bei der er der Höchstbietende war, ab.
Jeden Jahr brechen bis zu 500 Menschen im Spreepark ein - und nehmen alles mit, was ihnen gefällt.
Beliebtes Souvenir: Die Schwäne schafften es mit ein paar feierwütigen Berlinern schon aufs offene Wasser.
Früher wurde hier Süßkram verkauft, heute sammelt sich der Müll.
Ruine altenglischer Fachwerkhäuschen: Hier gab es früher unter anderem ein Geisterhaus und ein Spiegellabyrinth.
Aus den Gondeln mussten schon einige Leute befreit werden - als der Wind aufhörte zu wehen und sie in luftiger Höhe festsaßen.
Naturschutzgebiet Plänterwald: Von der S-Bahn-Station Plänterwald dauert es 15 Minuten zu Fuß zum Park - offenbar zu weit für manche. Keine Parkplätze, keine Besucher, laute Norbert Wittes Diagnose.
Jurassic Park, verlassene Welt - das passt zum Spreepark.