Sprengfotograf - DER SPIEGEL
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Michael Dammer Klick und Knall

Wenn es Bumm macht, drückt er ab: Seit 1989 reist Michael Dammer durch die Republik, um Sprengungen von Hochhäusern und Industriebauten zu fotografieren. Auf einestages erzählt er, wie er zu seinem außergewöhnlichen Hobby kam - und zeigt seine schönsten Bilder von explodierenden Gebäuden.
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Bau fällt! Die Sprengung einer ausgedienten Mahlanlage im Kalkwerk Wuppertal-Dornap am 19. November 2004.

Foto: Michael Dammer
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Nach Gehör fotografiert: Bei der Sprengung dieses ehemaligen Schwesternwohnheims in Krefeld am 7. März 2009 durfte Michael Dammer seine Kamera auf dem Balkon des Gebäudes gegenüber postieren. Allerdings musste er selbst sich während der Explosion zurückziehen und konnte so nur per Fernauslöser fotografieren. Nur nach dem Gehör zu fotografieren ist für ihn immer die schwierigste Art, den besten Moment für ein Foto abzupassen.

Foto: Michael Dammer
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Sprengung auf engem Raum: Ein bisschen heikel war es schon, als die Volkswohl Bund Versicherung am 17. Februar 2008 ihr Hochhaus in der Dortmunder Innenstadt für einen Neubau sprengen ließ. Nicht nur fand das Ganze in einem eng bebauten Gebiet statt und 500 Anwohner mussten vorsorglich evakuiert werden. Das Hochhaus stand auch noch direkt über einer U-Bahn-Trasse. Die Sprengung verlief jedoch optimal und der Bau fiel ordnungsgemäß in sich zusammen.

Foto: Michael Dammer
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Sturz mit leichter Pirouette: Am 19. Dezember 2010 wurde dieses Hochhaus in Kamp-Lintfort gesprengt. Für die Sprengung des "Weißer Riese" genannten Gebäudes musste der Sprengmeister mit ein paar Tricks aufwarten, da einige andere Gebäude sehr nah daneben standen. Der "Riese" musste sich, um diese nicht zu beschädigen, im Fallen ein wenig drehen.

Foto: Michael Dammer
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Fall des Giganten: Das ehemalige Steinkohlekraftwerk Rauxel war bereits im Juni 2001 abgeschaltet worden. Bis Michael Dammer die Sprengung des riesigen Kühlturms miterleben durfte, dauerte es noch bis November 2006.

Foto: Michael Dammer
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Turm für Turm: Dieses Hochhaus in Marl hatte vor seiner Sprengung am 13. August 2006 bereits einige Jahre leer gestanden.

Sprengungen locken häufig viele Schaulustige an, die dann in einem abgesperrten Bereich die einstürzenden Altbauten betrachten können. Michael Dammer ist oft der einzige Privatmann, der auch innerhalb der Sperrzone Kameras aufstellen darf.

Foto: Michael Dammer
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Geknickt gefallen: Der untere Teil des 200 Meter hohen Kamins des Kraftwerks Offleben bestand aus Stahlbeton, während der obere Teil gemauert war. Bei seiner Sprengung am 29. September 2006 begann der Kamin erst leicht zu schwanken und knickte dann genau am Übergang zwischen den beiden Materialien ein.

Foto: Michael Dammer
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Wohnheim auf Abwegen: Im März 2002 wurde in Frankfurt am Main dieses Studentenwohnheim gesprengt. Die meisten Gebäude müssen aufgrund von Platzmangel rundherum bei der Explosion in sich zusammenfallen. Hier war genug Platz, so dass der Bau zur Seite kippen durfte. Diese Art der Sprengung ist etwas kostengünstiger.

Foto: Michael Dammer
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Im richtigen Licht: Das Wellblech des Elektrostahlwerks in Oberhausen im August 2006 leuchtet bei der Sprengung des Gebäudes wie Gold in der Morgensonne.

Foto: Michael Dammer
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Donnerschlag bei schlechtem Wetter: Die beiden Kühltürme des Kraftwerks Scholven bei Gelsenkirchen wurden am 10. August 2008 gesprengt. Leider war an diesem Tag das Wetter nicht so gut, die Sicht war nicht ganz klar. Hier ist ihm dennoch ein eindrucksvolles Motiv gelungen. Bei anderen Sprengungen hat ihm die Witterung schon das gesamte Motiv verdorben.

Foto: Michael Dammer
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Zu gefährlich für einen Abriss: Das Klinkerbauwerk dieses Feuerwehrturms in Geldern war so marode, dass es zu gefährlich gewesen wäre, ihn einfach abzureißen. Das 20 Meter hohe Gebäude wurde daher am 11. August 2009 gesprengt - und machte einem Elektronikmarkt Platz.

Foto: Michael Dammer
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Das Ende von Westerholt: Das Hauptgebäude des Steinkohlekraftwerks Westerholt in Gelsenkirchen wurde im August 2006 gesprengt.

Die Sprengung des Schornsteins...

Foto: Michael Dammer
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...war allerdings noch spektakulärer. Der 300 Meter hohe Kamin des Kraftwerks wurde im Dezember 2006 mit einer sogenannten Faltsprengung zu Fall gebracht. Dafür wurden Sprengladungen auf zwei verschiedenen Höhen angebracht.

Foto: Michael Dammer
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Schöner Bau in Schall und Rauch: Am 15. Juni 2007 wurde das Kesselhaus des alten Dampfkraftwerks der Henrichshütte in Hattingen gesprengt. Die bereits 1854 gegründete Henrichshütte war ein traditionsreiches Eisenhüttenwerk und viele hätten sich eher eine museale Nutzung als die Sprengung des Gebäudes gewünscht.

Foto: Michael Dammer
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Punktlandung: Vier Kalköfen im Wuppertaler Stadtteil Dornap stürzen am 19. Dezember 2003 in das zur Dämpfung des Falls aufgehäufte Schuttbett.

Foto: Michael Dammer
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Der große Moment: Um für diesen Augenblick die perfekte Perspektive zu finden, reist Michael Dammer oft schon drei Tage vorher an. Hier ein Bild der Sprengung des Kalkwerks in Wuppertal-Dornap am 25. März 2004.

Foto: Michael Dammer
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Weckruf für die Nachtwächter: Am frühen Morgen des 18. November 2006 wurde in Oberhausen dieses alte Elektrostahlwerk gesprengt. Die Erschütterung bei der Detonation war so heftig, erinnert sich Michael Dammer, dass im gegenüberliegenden Einkaufszentrum die Alarmanlagen ausgelöst wurden.

Foto: Michael Dammer
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Oscarreife Landung: Mitten in Hagen wurde am 7. März 2004 das von den Bürgern "langer Oskar" genannte Bürohochhaus der Sparkasse gesprengt. Nach einer Computer-Fehlermeldung mussten das Sprengteam und die Schaulustigen zwar noch eine Stunde warten, bis es endlich losging, aber dann fiel das Gebäude in der eng bebauten Gegend wie geplant in sich zusammen.

Foto: Michael Dammer
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Abgebrochen: Diese beiden Kamine im Duisburger Hafen hatten lange Zeit die Silhouette der Stadt geprägt. Am 6. März 2004 wurden sie gesprengt.

Foto: Michael Dammer
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Kleiner Makel: Manchmal findet Perfektionist Michael Dammer seine Fotos nicht ganz makellos. Wie etwa bei dieser Sprengung des alten Kraftwerks Amalie in Essen im März 2008 - bei der eine Aufzugsgondel im Bild hing.

Foto: Michael Dammer
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Sprengung, erster Teil: Fast 150 Jahre wurde in der Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn Steinkohle gefördert. Im Dezember 2001 wurde die Zeche geschlossen. Am 25. Mai 2004 wurde das Gebäude der Kohlenwäsche gesprengt.

Im Moment der Detonation schießt Michael Dammer etliche Bilder, so dass...

Foto: Michael Dammer
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...er den gesamten Einsturz des Gebäudes dokumentieren kann.

Foto: Michael Dammer
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Ein Spaziergang: Es war eine recht einfache Sprengung, als am 25. Juli 2007 auf dem Gelände der ehemaligen Tonfabrik Cremer & Breuer in Frechen bei Köln dieser 90 Meter hohe Kamin gesprengt wurde. Rundherum war viel freies Gelände, so dass er Platz zum Fallen hatte. Der Sprengmeister, der den Kamin mit zehn Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf 40 Stangen, gespickt hatte, war dementsprechend entspannt.

Foto: Michael Dammer
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Arbeitsbesprechung: Fotograf Michael Dammer (l.) unterhält sich vor der Sprengung des alten Kraftwerks Amalie in Essen am 1. März 2008 noch mit dem Sprengmeister. Der umgekippte Container hinter den beiden diente während der Explosion als Schutz vor umherfliegenden Kleinteilen.

Mit dem mit Pressluft betriebenen Horn zwischen den beiden Männern wird kurz vor der Sprengung das Warnsignal gegeben.

Foto: Michael Dammer
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Zurück zur Natur: 2001 wurde im Steinkohle-Bergwerk Haus Aden in Bergkamen die Förderung eingestellt. Am 15. November 2004 wurde dann die Kohlenwäsche gesprengt.

Eigentlich war für das Gelände direkt am Kanal eine aufwendige "Wasserstadt" mit schwimmenden Häusern in Planung. Die Umsetzung scheiterte jedoch. Heute wurde das Gebiet teilweise renaturiert.

Foto: Michael Dammer
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