Riemengenerator mit 48-Volt-Technik Der bessere Hybrid
Kein ganz gewöhnlicher Golf: Unter dem unauffälligen Blech steckt eine Technik, die in den nächsten Jahren eine kleine Spritspar-Revolution anzetteln könnte - ein extrem preiswerter Hybridantrieb.
"48 Volt Eco Drive" heißt das System bei Continental: Im Grunde steht es für eine Art neuen Anlasser, wie er gerade von mehreren Zulieferern entwickelt wird.
Herzstück des neuen Systems: Der Riemenstarter-Generator ersetzt die Lichtmaschine. Er hat mehr Kraft als ein konventioneller Anlasser und schleppt den Motor schneller auf höhere Drehzahlen, so dass der Neustart beim Fahren kaum mehr auffällt.
Einfach mal abschalten: Der Eco Drive schaltet den 1,2 Liter großen Benziner im Prototyp genau wie eine Start-Stopp-Automatik bei jeder erdenklichen Gelegenheit ab.
Längere Start-Stopp-Phasen, Segeln auf der Autobahn und mehr Rekuperation: Das summiert sich laut Continental zu einem Einsparpotenzial von 13 Prozent auf dem Prüfstand und mehr als 20 Prozent beim Praxistest im Stadtverkehr.
Hochdreher: Dass der Motor so häufig abgeschaltet wird und danach schnell wieder auf Touren kommt, verdankt das System dem sogenannten Riemenstarter-Generator.
Einsparkurve: 20 bis 25 Prozent der Fahrleistung, so schätzen die Entwickler, kann man mit einem derart ausgerüsteten Auto im Alltag segeln und entsprechend Sprit sparen.
Kleiner Akku: Der 20 PS starke Riemengenerator braucht deutlich mehr Strom, als in einem konventionellen Auto mit Zwölf-Volt-Versorgung zur Verfügung steht. Deshalb kommt ein zweites Bordnetz mit 48 Volt ins Fahrzeug - und eine Lithium-Ionen-Batterie im Kofferraum. Weil sie mit 0,5 kWh viel kleiner ist als in ein Akku für Hybrid-Fahrzeugen, spart das auch Geld.