Sputnik-Schock - DER SPIEGEL
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Sputnik-Schock Roter Mond über Amerika

Eine piepsende Blechkugel namens Sputnik versetzte 1957 die Supermacht Amerika in Panik. Als Reaktion auf den sowjetischen Simpel-Satelliten erfand sich Amerika als High-Tech-Nation neu - zwölf Jahre später stand ein US-Astronaut als erster Mensch auf dem Mond.
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Der Satellit "Sputnik": Der erste von drei künstlichen sowjetischen Satelliten mit Namen "Sputnik". Der kugelförmige Satellit hatte einen Durchmesser von 58 Zentimetern und wog 83,6 Kilogramm. Der erste Sputnik startete am 4. Oktober 1957 und umrundete die Erde 1400 Mal in 92 Tagen. Die westliche Welt hatte den ersten Satellitenstart der Geschichte von den USA erwartet und war schockiert, daß die Sowjetunion das Zeitalter der Raumfahrt einläutete.

Foto: DPA
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Modell des "Sputnik"-Satelliten: Ein Modell des russischen Satelliten "Sputnik" 1961 bei einer Messe in London. Der Sputnik war 1957 der erste Satellit im Weltall, die Sowjetunion war damit den USA bei der Eroberung dees Weltalls einen Schritt voraus.

Foto: Getty Images
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Weltraumhund "Laika": "Laika" in der Druckkabine: Die Hündin wurde am 3.11.1957 mit der sowjetischen Rakete "Sputnik 2" ins Weltall geschossen und umrundete als erstes Lebewesen die Erde. Kurz nach dem Start und während der Beschleunigung der Rakete erhöhten sich ihre Atmung und ihr Herzschlag auf das Dreifache. Während der Umlaufbahn um die Erdkugel sank die Frequenz der Atemtätigkeit wieder und auch der Puls normalisierte sich. "Laika" starb an Bord der Rakete, nachdem der Sauerstoffvorrat zu Ende gegangen war.

Foto: DPA
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Kosmonaut Jurij Gagarin: Der sowjetischen Kosmonauten Jurij Gagarin in seinem Raumanzug kurz vor dem Start zum ersten bemannten Weltraumflug. Gagarin umkreiste am 12.04.1961 in der Raumkapsel "Wostok" als erster Mensch die Erde.

Foto: DPA
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Das Raumschiff "Wostok": Das sowjetische Raumschiff "Wostok" mit einer Trägerrakete: Am 12. April 1961 flog damit der sowjetische Kosmonaut Jurij Gagarin als erster Mensch ins Weltall.

Foto: AFP/Getty Images
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Raketentechniker von Braun: Der deutsche Raketentechniker Wernher von Braun hält ein Modell der V2-Rakete. Er hatte die Entwicklung der V2 für die Nazis während des Zweiten Weltkriegs in Peenemünde geleitet. Nach Kriegsende siedelte er in die USA über, wo er die Entwicklung der ersten Stufe der Saturn-V-Trägerrakete leitete. Er war mit seiner Arbeit maßgeblich daran beteiligt, dass ein US-Amerikaner 1969 auf dem Mond landen konnte.

Foto: NASA-MSFC
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Erbeutete V2-Rakete: Soldaten der ersten US-Armee stehen im April 1945 auf dem Bahnhof von Eromskirchen an einer intakten deutschen V2-Rakete, die ihnen bei der Eroberung der Stadt in die Hände gefallen ist. Die Flüssigstoff-Fernrakete V2 (V für Vergeltung) war 14 Meter lang, 13 Tonnen schwer und hatte eine Reichweite von 380 Kilometern. Zusammen mit der Flugbombe V1 wurde sie von der Nazi-Propaganda zur "Wunderwaffe" erklärt, mit deren Hilfe das Hitler-Regime eine Wende im Zweiten Weltkrieg erzwingen wollte. Die V2 wurde vor allem bei der Bombardierung Londons und Südenglands eingesetzt. Entwickelt hatte sie der deutsche Wissenschaftler und Raketenbauer Wernher von Braun, der nach dem Krieg in die USA übersiedelte und dort für den Bau der Saturn-V-Rakete verantwortlich war. Mit der Saturn V flog 1969 Neil Armstrong als erster Mensch auf den Mond.

Foto: Harold Siegman/ DPA
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Von Braun in seinem Büro: Der deutsche Wissenschaftler und erster Direktor des NASA Marshall Space Flight Center, Dr. Wernher von Braun, in seinem Büro. Von Braun und einige seiner Mitarbeiter wurden nach dem Krieg in die USA geholt, um Raketen für Atomwaffen und Weltraumflüge zu entwickeln. Die deutschen Raketenbauer waren ihren Kollegen aus den USA und der Sowjetunion Mitte der vierziger Jahre weit voraus. Sie hatten im Nationalsozialismus die sogenannte V2-Rakete entwickelt.

Foto: NASA-MSFC
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KPdSU-Sekretär Chruschtschow: Nikita Chruschtschow am 7. Mai 1960 vor dem Obersten Sowjet in Moskau. Chruschtschow verstand schnell, welch enorme Wirkung der Start des ersten Satelliten auf den Westen hatte.

Foto: DPA
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Präsident Kennedy und von Braun: US-Präsident John F. Kennedy und der deutsche Raketeningenieur Wernher von Braun stehen am 16. November 1963 an der Startplattform der Saturn-Rakete. Das Ziel der beiden: einen Menschen auf den Mond schicken. Hinter den beiden steht Robert Seamans, der stellvertretende Geschäftsführer der NASA zu der Zeit.

Foto: NASA
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Von Braun vor einer Saturn-Rakete: Der deutsche Wissenschaftler und Raketentechniker Wernher von Braun steht vor einer Saturn-Rakete im Kennedy Space Center. Sie sollte Astronauten ins Weltall und bis auf den Mond bringen. Von Braun hatte während des Zweiten Weltkriegs für Hitler die V2-Rakete gebaut. Nach dem Krieg war er in die USA übergesiedelt, um am Raumfahrtprogramm mitzuarbeiten. Von Julie 1960 bis Februar 1970 war er der Direktor des Marshall Space Flight Center der NASA. Sein größter Traum und Erfolg war die Landung des ersten Menschen auf dem Mond.

Foto: NASA
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Aufbau der Saturn-V-Rakete: Eine Zeichnung der Saturn-V-Rakete, mit der die Apollo-Module ins All gebracht wurden. Für die Entwicklung und den Bau war Dr. Wernher von Braun im Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama verantwortlich.

Foto: NASA-MSFC
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Mercury-Redstone-Rakete: Eine Gruppe von NASA-Mitarbeitern steht vor einer Mercury-Redstone-Rakete, mit der der erste Mensch ins Weltall geflogen werden sollte. Unter ihnen der deutsche Wissenschaftler Wernher von Braun, der für die Nationalsozialisten den Bau der V2-Rakete geleitet hatte und nach Kriegsende in den USA an der Entwicklung der Mercury-Redstone- und Saturn-V-Rakete beteiligt war. Auch mit auf dem Foto sind die Astronauten James Lovell, Walter Schirra und Virgil (Gus) Grissom, sowie ein weiterer Deutscher, Joachim Kuettner, Direktor des Marshall Space Flight Center und Leiter der Mercury- und Apollo-Projekte.

Foto: NASA-MSFC
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Die Astronauten der Apollo 1: Virgil (Gus) Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee, die Besatzung der Apollo 1, beim Training in Florida. Die Astronauten kamen bei einem Brand ihrer Testkapsel am 27. Januar 1967 ums Leben - das Apollo-Programm ging ungebremst weiter. Der Originalname ihrer Mission war AS-204 und wurde erst im Nachhinein auf Wunsch der Witwen in Apollo 1 umbenannt. Die Astronauten, die schließlich auf dem Mond landeten flogen bereits die Mission Apollo 11.

Foto: NASA
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Zeichnung der ersten Mondlandung: Auf dieser Zeichnung der ersten Mondlandung ist das Apollo-Mond-Modul zu sehen, wie es am 20. Juli 1969 auf der Mondoberfläche landet. Die Zeichnung entstand am selben Tag. "Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed", gab Kommandant Neil Armstrong per Funk an die Erde durch.

Foto: NASA-KSC
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"Buzz" Aldrin auf dem Mond: Dieses NASA-Foto zeigt den Astronauten Edwin E. "Buzz" Aldrin, Jr. von der Apollo 11 Mission am 20. Juli 1969 auf dem Mond. Er wurde von seinem Mitastronauten und erstem Mann auf dem Mond, Neil Armstrong fotografiert.

Foto: DPA
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"Sojus TM-30" beim Start: Beginn einer neuen Ära: Auf "Sputnik" und "Wostok" folgten viele weitere Satelliten und Raumschiffe sowjetischer Bauart. Hier eine "Sojus TM-30" beim Start.

Foto: DPA
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"Shake Hands" mit Jurij Gagarin: Christine Thomas überreicht dem Kosmonauten Juri Gagarin, dem ersten Mann im Weltall, am 18. Oktober 1963 vor dem Kalibetrieb in Merkers einen Blumenstrauß.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?