Lastenfahrräder Fahrradprämie vom Staat
Immer mehr Zusteller und Lieferanten suchen nach Alternativen, um Pakete durch die verstopften Innenstädte pünktlich zustellen zu können. Eine Möglichkeit ist das Cargobike. Seit März werden die Lastenfahrräder für den gewerblichen Gebrauch staatlich gefördert. Jeder Neukauf eines Schwerlastrades wird mit 30 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 2500 Euro pro Fahrrad gefördert. Um förderberechtigt zu sein, muss das Rad einen E-Antrieb, eine Zuladungskapazität von 150 Kilogramm und einen Kubikmeter Ladevolumen haben.
Nachdem Zusteller wie die DHL, die DPD oder GLS in deutschen Großstädten Pilotprojekte gestartet hatten, weiten sie den Zustellservice mit Cargobikes inzwischen weiter aus. Die staatliche Förderung dürfte die Nachfrage noch einmal deutlich erhöhen.
Beim Cargobike-Sharing-Dienst "Klara" aus Hamburg beispielsweise kann man sich das Lastenrad kostenlos für ein bis drei Tage ausleihen. Kunden registrieren sich im Internet, bekommen Zugang zum Onlinekalender und können das Rad dort buchen. Damit möglichst viele Menschen die Fahrräder nutzen können, steht das Rad alle paar Wochen an anderen Orten der Stadt.
Auch in anderen deutschen Großstädten gibt es inzwischen Cargobike-Sharing-Projekte. Interessierte, die selbst kein Cargobike besitzen, können sich das Lasten-Velo unkompliziert und oft sogar kostenlos ausleihen. Der Sharing-Anbieter "Kasimir" aus Köln hat neben mehreren Lastenrädern auch Fährräder mit zusätzlichem Anhänger im Angebot.
Eine Förderung vom Bund für Privatnutzer gibt es derzeit noch nicht. Allerdings bieten einige Städte eigene Förderprogramme an, die sich auch an Privatpersonen richten. Darunter beispielsweise München, Regensburg, Limburg oder Heidelberg. Die Fördersumme reicht dabei von 300 bis 1000 Euro.