Stalinismus Messer ins Herz
Mörder und Opfer: Dieses Bild stammt aus einem Fotoalbum, das für Securitate-Chef Ion Stanescu als Geschenk zum 20. Jahrestag seiner Terrorpolizei zusammengestellt wurde. Es zeigt Angehörige des Geheimdienstes, die einen Mann und eine Frau ermorden - zwei von schätzungsweise 10.000 Rumänen, die ihr "Intrigieren" gegen das Regime ohne Prozess mit dem Tod bezahlen mussten.
Minderheit: Für die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit und des Securitate-Terrors - wie bei dieser Tagung im früheren Kerker von Ramnicu Sarat - interessieren sich nur wenige Bürger. Im Rumänischen gibt es für "Aufarbeitung" bis heute kein eigenes Wort.
Grausames Souvenir: Zum 20. Jahrestag der Gründung der rumänischen Geheimpolizei bekam Securitate-Chef Ion Stanescu ein Fotoalbum mit Aufnahmen verschiedener Aktionen zur "Erhaltung der sozialistischen Ordnung" geschenkt. Aus diesem Album stammt dieses Aufnahme, die eine Hinrichtung zeigt.
Weihnachtsrevolution: Zivilisten und Soldaten beim Straßenkampf in Bukarest Heiligabend 1989. Auch nach dem Zusammenbruch des Ceausescu-Regimes wehrten sich Mitglieder der Geheimpolizei Securitate mit Waffengewalt gegen den Machtverlust - nach der Revolution sickerten sie in die neuen Institutionen ein. Zur Rechenschaft gezogen wurde kaum einer der Terror-Schergen.
Ende des Terrors: Rumänische Kinder spielen mit Uniformen, die sie in einem gestürmten Securitate-Gebäude gefunden haben. Die Aufnahme enstand am 27. Dezember 1989, zwei Tage nach der Erschießung des Diktators Nicolae Ceausescu und seiner Frau im Zuge der Revolution.
Unterirdische Folterlager: Das unterirdische Kanalnetz von Bukarest nutzte die rumänische Geheimpolizei Securitate als Kerker und Folterlager. Das Foto entstand während der Weihnachtsrevolution 1989, wenige Tage nach der Absetzung und Hinrichtung des Diktators Nicolae Ceausescu in einem Tunnel in Bukarest.
Blauäugig: Ein Demonstrant hält im Februar 2008 in Bukarest ein Plakat, auf dem rumänische Richter mit blauen Augen abgebildet sind. Ein Gericht hatte es zuvor abgelehnt, die Securitate-Unterlagen grundsätzlich zu öffnen.
Basescu im Securitate-Archiv: Der rumänische Präsident Traian Basescu in einem Aktenlager der rumänischen Behörde zur Aufarbeitung der Securitate-Unterlagen (CNSAS). Die Dokumente beschreiben detailliert das grausame Vorgehen der Geheimpolizei - für die Aufarbetung genutzt werden sie bisher kaum.
Protest gegen Securitate: Vor dem gigantischen Volkspalast in Bukarest, den der kommuniistische Diktator Nicloae Ceausescu in den achtziger Jahren errichten ließ, demonstrieren Bürger für uneingeschränkten Zugang zu den Akten der gefürchteten Geheimpolizei Securitate.
Ort des Grauens: Stefan Serbanescu (r.), 78, und Octaviu Bjoza, 71, waren während des Kommunismus im Securitate-Kerker von Ramnicu Sarat nordöstlich von Bukarest eingesperrt. Bei einem Treffen von ehemaligen Securitate-Häftlingen sind sie noch einmal an den Ort ihrer Leiden zurückgekehrt.