I. M. Pei Der Museumsbaumeister
Der Auftrag für den Bau der Pyramide des Louvre wurde Ieoh Ming Pei vom französischen Staatspräsidenten Francois Mitterand per Dekret erteilt, was damals viel Kritik hervorrief.
Wegen der Lichtführung in den darunter liegenden Museumstrakt wird der Architekt Pei auch als "Meister des Lichts" bezeichnet.
Der gläserene Erweiterungsbau des Deutschen Historischen Museums in Berlin verbindet die beiden Schinkel-Gebäude der Neuen Wache und des Alten Museums. Der preußische Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781 bis 1841) wird von Pei über alle Maßen verehrt.
Der Eingang des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Der damals 90-jährige Ieoh Ming Pei bei der Verleihung des Orient- und Okzident-Preises der Erwin-Wickert-Stiftung 2006 in Luxemburg.
Der Erweiterungsbau für die Nationalgalerie in Washington gilt als Ieoh Ming Peis Meisterwerk. Der Kunstmäzen Paul Mellon ließ Pei bei der Gestaltung fast vollkommen freie Hand.
Der Museumsbau wurde später von einer Jury amerikanischer Architekten zu einem der zehn besten Gebäude des Landes gekürt.
Nur zwei Bedingungen stellte Paul Mellon dem Architekten: Beim Bau mussten roter Tennessee-Marmor und "höchste Qualität" zum Einsatz kommen.
In den Wäldern um Kyoto baute Pei für die Glaubensgemeinschaft der Shinji Shumeikai das Miho Museum. Das Gelände liegt im Schatten eines Berges, durch den Pei einen Fußgängertunnel treiben ließ. Am Tunnelausgang wurden die Stahlseile einer 120 Meter langen Brücke aufgehängt, die zum Eingangsbereich führt.
Blick in den leicht geschwungenen Fußgängertunnel, der zum Miho Museum führt. Die Aluminiumbeschichtung reflektiert das Licht der Wandlampen.
Der Rest des Museums erinnert in seiner Bauweise an japanische Tempel. Die Glasfronten setzen die umliegende Landschaft in Szene.
Das Museum für islamische Kunst in Doha gehört ebenfalls zu den Museumsbauten, die I. M. Pei rund um den Globus gebaut hat.
Das Museum beherbergt große Teile der Kunstsammlung der Emire von Katar. Bevor sich Pei an den Bau machte studierte er ein halbes Jahr den arabischen Architekturstil.
Auch mit diesem Gebäude habe Pei versucht, den Stil der westlichen Moderne mit anderen Kulturkreisen zu verbinden, schreibt der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Architekturkritiker Paul Goldberger über das Museum in Katars Hauptstadt.
Auf einen kreuzförmigen Grundriss setzte Pei 47 Stockwerke und machte den Büroturm Place Ville-Marie in Montreal 1962 zum damals höchsten Gebäude Kanadas.
Ieoh Ming Pei war allerdings nicht der Hauptarchitekt des Bürogebäudes, er unterstützte damals Henry Cobb.
Gläserne Dreiecke, 72 Stockwerke hoch gestapelt: So stellte sich I. M. Pei das neue Hauptquartier der "Bank of China" vor.
Bei seiner Fertigstellung 1989 war die 315 Meter hohe Zentrale der chinesischen Zentralbank das höchste Gebäude außerhalb der USA.