Star-Show Irak: 1, Terror: 0
Da wusste er noch nicht, dass er sich im Laufe des Abends zum Star singen würde: Eine Maskenbildnerin legt letzte Hand an Bassam Abdul-Mahdis Teint.
Kaos lebt seit zweieinhalb Jahren mit seiner Mutter und den Geschwistern im syrischen Exil. Sein Vater will Bagdad nicht verlassen, er hat Angst, dass jemand das Haus in Beschlag nimmt, sollte er gehen.
Ivan ist zum ersten Mal außerhalb seines Heimatlands. Der blauäugige Mädchenschwarm hat sich in die libansischen Berge verliebt und träumt davon, eine neue Nationalhymne für den Irak zu schreiben.
Hossam führte den Wettbewerb lange an, der 30-Jährige hat auch schon reichlich Erfahurng als professioneller Musiker. Seit drei Jahren lebt er in Damaskus, verdient dort ordentlich, aber kann nicht zurück in den Irak: Auf Grund seines Erfolges ist er zu bekannt im Land.
Auf dem Weg zum Ruhm: Mit einem ägyptischen Song über die schönen Augen der Angebeteten sang sich Bassam in die Herzen der Zuschauer, die begeistert die neue irakische Fahne schwenkten.
Ein Flaggenmeer und vier sehr musikalische Jungs: "Iraki Star" ist sehr weit weg vom deutschen Radau-TV.
Wer den Krieg zu Hause hat, braucht keinen Krawall à la Dieter Bohlen.
Ein frisch gebackener Star, leicht überwältigt und mit großem Bouquet: Bassam Abdul-Mahdi hat 10.000 Dollar gewonnen, der Sender "Alsumaria" wird ein Musikvideo mit ihm produzieren, vor allem aber ist ihm in seinem musikverrückten Heimatland eine glänzende Karriere sicher.