Geheimnisse eines Hoteliers Orangen, Pelze, Hummer
Das Berlin Hilton: Das Gebäude des Berliner Hilton in der Budapester Straße mit seiner charakteristischen Schachbrettmuster-Fassade. Das Haus in Berlin war bei seiner Eröffnung 1958 das erste Hilton Hotel in Deutschland - in Zeiten des Kalten Krieges auch ein durchaus politisches Zeichen.
Freizügig im Hotel: Hollywood-Star Stewart Granger zeigte sich im Berlin Hilton auch schon mal oben ohne.
Festliche Einweihung: Die Eröffnung des Luxushotels Hilton in West-Berlin am 30. November 1958 war in der geteilten Stadt ein gesellschaftliches Großereignis. Über tausend mehr oder weniger prominente Gäste kamen zur Einweihung durch Conrad Hilton und dem anschließenden Festessen - die Presse berichtete ausgiebig.
Ray Charles: Auch den blinden Ausnahmemusiker erlebte Jürgen Hurtig während seiner Zeit als Pressechef des Berlin Hilton als Gast. Ein Vorteil seines Jobs waren die Freikarten für Konzerte, die er regelmäßig bekam.
Lässige Lounge: Stilvoll konnten die Gäste des Berliner Hilton Hotels in der für damalige Verhältnisse ultramodern eingerichteten Bar ihren Night Cap zu sich nehmen.
Fürstlich Speisen: Der Speisesaal des alten Berlin Hilton in der Budapester Straße. Das Hotel wurde 1958 eröffnet und wurde schnell zum Treffpunkt der guten West-Berliner Gesellschaft wie durchreisender Prominenter.
Schlagerstar: Sänger Tony Marshall (r.) war in den siebziger Jahren gern gesehener Gast im Berlin Hilton. Im Hintergrund sein Entdecker und Produzent Jack White mit Begleiterin.
Die Hilton-Colonnade: Das Berliner Hilton Hotel lag damals in der Budapester Straße nahe des Kurfürstendamms - hier auf einer alten Postkarte. 1978 wurde das Gebäude an die Interconti-Kette verkauft.
Treff der Stars: Touristen und Geschäftsreisende genossen den Blick auf den Park um das damalige Berlin Hilton, das bis 1978 an der Budapester Straße direkt am Berliner Zoo residierte. 1991 eröffnete die US-Kette eine neue Berliner Dependance direkt am Gendarmenmarkt im ehemaligen Ostteil der Stadt.
Schmucke Jungs: Drei Kellner des Hilton Berlin in der Küche des Hauses. Das Hotel war seit seiner Eröffnung Ende der fünfziger Jahre in der geteilten Stadt neben dem Kempinski das erste Haus am Platz.
Tanz unter Palmen: Der Palmengarten auf dem Dach des Berlin Hiltons war ein Magnet für West-Berliner Nachtschwärmer, denn hier konnte man bei karibischer Atmosphäre unter den Sternen tanzen. In den siebziger Jahren fanden hier auch regelmäßig die berühmten Modetanztees statt.
Duett im Dachgarten: Die australisch-neuseeländische Soulsängerin Wilma Redding trat häufiger im Dachgarten-Club des Berlin Hilton auf. Hier hatte sie gerade Jürgen Hurtig zu sich auf die Bühne gebeten, um gemeinsam mit ihm "You made me love you" von Judy Garland zu singen.
Personal der Stars: Die Küchencrew des Berliner Hilton Ende der fünfziger Jahre. Das Hotel rühmte sich schon damals eines besonders aufmerksamen Services - wohl ein Grund für viele Stars, dort abzusteigen.
Damenrunde: Auch die Schauspielerin Brigitte Mira war ein gern gesehener Gast im Berliner Hilton.
Lobby: Der Empfangsbereich des Berliner Hilton in den siebziger Jahren zeichnete sich durch prächtige Kronleuchter und moderne Einrichtung aus.
Besuch vom Bürgermeister: Der PR-Manager des Berlin Hilton, Jürgen Hurtig (l.), mit dem damaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Schütz (SPD) Mitte der siebziger Jahre.
Abschied von der Diva: Im Oktober 1973 war Opernstar Maria Callas eigentlich im Kempinski abgestiegen, aber die nahe S-Bahn störte die empfindliche Diva. Also zog die weltberühmte Sopranistin kurzerhand ins ruhig gelegene Hilton um, wo man sie natürlich mit offenen Armen empfing. Hier verabschiedet sie sich am Ende ihres Aufenthalts in Berlin von PR-Manager Jürgen Hurtig.
Rock 'n' Roll im Hilton: Wenn Rockpianist Fats Domino in Berlin weilte, wohnte er im Hilton an der Budapester Straße.
Hoch die Tassen: "Rock your Baby"-Sänger George McCrae (r.) feierte während eines Berlin-Aufenthalts ausgiebig im Hilton mit dem PR-Manager des Hotels.
Chef der DJs: Marc White (M.) ist in Berlin bis heute auch als "Mr. AFN" bekannt. Er leitete in den Siebzigern den US-Armeesender "American Forces Network" (AFN). AFN wurde damals auch von Deutschen gern gehört, weil es hier viel Musik zu hören gab, die von deutschen Sendern nicht gespielt wurde.
Glanz und Glamour: Eine der frühen Travestiekünstlerinnen im Berlin der siebziger Jahre war Romy Haag (M.), die mit ihrer Show versuchte, an den Glamour der wilden Zwanziger anzuknüpfen. Links neben ihr steht der Ausnahmepianist Fritz Schulz Reichel, der auch unter dem Namen "Schräger Otto" auftrat.
Freundliche Übergabe: Die Stelle als PR-Manger des Berlin Hilton übernahm Jürgen Hurtig 1973 von seiner Vorgängerin Eva Maria Schick, die später Art Director bei der "BZ", der "Bunten" und "Quick" wurde.