Stasi-Geheimknast Härte bis zum Untergang
Wachturm: Umgeben von meterhohen, stacheldrahtbewehrten und mit Wachtürmen gesicherten Mauern, war an ein Entkommen aus Hohenschönhausen nicht einmal zu denken.
Zellentüren: Um Häftlinge gefügig zu machten, wurde in Hohenschönhausen auch mit Schlafentzug operiert - alle 15 Minuten schalteten die Wärter in der Nacht dann die grelle Neonbeleuchtung der Zelle an und kurz darauf wieder aus.
Einzelzelle: Das MfS hielt seine Opfer in Hohenschönhausen in winzigen, spärlich eingerichten Zellen wie dieser gefangen.
Blinder Fleck: Auf einem Stadtplan von Ost-Berlin ist dort, wo sich der Komplex des früheren Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen befindet, nur leeres Gelände zu sehen. Die wenigsten DDR-Bürger wussten von der Existenz dieser Haftanstalt.
Freigang im "Tigerkäfig": Dieses kleine Stück Himmel war alles, was Gefangene in Hohenschönhausen während ihrer Freigänge außer Mauern zu sehen bekamen. Wegen des Gitterdaches wurde der Hof von den Häftlingen "Tigerkäfig" genannt.
Total isoliert: Gummizelle im MfS-Untersuchungsgefängnis Berlin Hohenschönhausen.
Der Fotoraum: Akribisch wurden über die Häftlinge in Hohenschönhausen Akten geführt, einschließlich eines aktuellen Fotos.
Strandmusik: Manfred Haferburg (ganz rechts mit Gitarre) zu DDR-Zeiten mit Freunden am Ostseestrand. In Stasi-Haft fürchtete der Greifswalder 1989 um sein Leben.
Manfred Haferburg: Im Sommer 1989 wurde der Atom-Ingenieur verhaftet, als er versuchte, über Prag in den Westen zu flüchten. Er landete als einer der letzten Häftlinge in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen.
Zellentrakt: Das Gefängnis Hohenschönhausen auf einem Schulungsfoto des Ministeriums für Staatssicherheit. Nicht genau zu erkennen ist, ob die dunkel gekleidete Person ein Häftling mit auf den Rücken gefesselten Händen ist.
Auf Posten: Das Haftkrankenhaus von Hohenschönhausen auf einem Schulungsbild des MfS. Im Vordergrund rechts sind gut die Sicherungszäune mit Übersteigschutz und ein Wachtposten mit verschränkten Armen zu erkennen.
Das Haftkrankenhaus: Bereits Anfang der neunziger Jahre setzten sich ehemalige Häftlinge für den Erhalt der Gebäude und des Gefängnisareals in Hohenschönhausen ein. 1992 wurde das Ensemble unter Denkmalschutz gestellt und 1994 eine Gedenkstätte eröffnet.
Das Hauptgebäude: Teile des Gebäudekomplexes in Hohenschönhausen standen schon zu DDR-Zeiten leer und verfielen. Nur durch umfangreiche Sanierungsarbeiten nach 1992 konnten sie für die heutige Gedenkstätte erhalten werden.
Das Haupttor: Diesen Anblick bekamen die Häftlinge von Hohenschönhausen nicht zu sehen - sie wurden in getarnten Stasi-Fahrzeugen ohne Sichtfenster eingeliefert und auch während der Haft über ihren Aufenthaltsort bewusst im Unklaren gelassen.
Berüchtigter Bau: Ab Mai 1945 wurde der Komplex in Hohenschönhausen von den Sowjets als Gefängnis genutzt und diente als Sammel- und Durchgangslager. Über 20.000 Menschen wurden von hier in andere Lager abtransportiert. Nach Gründung der DDR übernahm das Ministerium für Staatssicherheit 1951 das Gelände und richtete hier seine zentrale Untersuchungshaftanstalt ein, in der bis Ende 1989 MfS-Opfer gefangengehalten wurden.
Gedenken: Im sogenannten Rosenhof steht heute ein Gedenkstein für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft 1945-1989.
Vernehmungszimmer: Besucher der Gedenkstätte können heute auch rekonstruierte Vernehmungszimmer wie dieses besichtigen. Verhöre konnten sich für Gefangene über einen Zeitraum von mehreren Monaten erstrecken.
In einer Zelle: Das Foto zeigt das Innere der spartanisch eingerichteten Zellen. Die Farbe an den tristen Wänden blättert langsam ab.
Zellentüren: Das Foto zeigt einen Teil des Gebäudes mit Zellentüren auf beiden Seiten. Durch ein Ampelsystem wurde sichergestellt, dass sich die Häftlinge auf den Gängen nie sehen konnten. Die einzige Bezugsperson für den Inhaftierten war ein Mitarbeiter des MfS, der auch Befragungen durchführte.