Stasi-Knast - DER SPIEGEL
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Stasi-Knast Palast des Psychoterrors

Isolationshaft, Demütigung, Schlafentzug: Die Methoden im Stasi-Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen waren menschenverachtend. Gilbert Furian hat sie erlebt. Nun ist der Ex-Häftling in das Haus des Terrors zurückgekehrt.
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Tür in die Hölle: Der ehemalige Häftling Gilbert Furian steht vor einer der schweren Stahltüren in Hohenschönhausen. Mit Psycho-Terror presste die Stasi hier Geständnisse aus ihren Gefangenen. Über seinen persönlichen Umgang mit der Behandlung hier sagt Furian heute "Ich habe mich praktisch tot gestellt."

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Durch die Augen des Schließers: Der Blick auf das Mobiliar eines Haftraums im ehemaligen Stasi-Haftkrankenhaus Hohenschönhausen durch eine Luke in der Tür. Wer hier inhaftiert war, wusste zumeist nicht, wo genau er sich gerade befand. Auch die Angehörigen wurden nicht über den Aufenthaltsort des Häftlings informiert. Die gesamte Anlage Hohenschönhausen war streng geheim - die Menschen verschwanden dort einfach.

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Stasi-Lampe: Die unmenschliche Behandlung in Hohenschönhausen begann schon bei der Ankunft. Durch einen langen Flur wurden die Gefangenen in ein Umkleidezimmer geführt, dort mussten sie sich nackt ausziehen. "Da war ein Schließer, der in alle Löcher guckte, oben, unten, vorne und hinten", so der ehemalige Häftling Gilbert Furian ganz sachlich über die Stasi-Methoden.

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Honecker im Stasi-Knast: In einem Verhörraum in Hohenschönhausen hängt noch immer ein Bild von Erich Honecker. Sein Blick und die Verhöre bei den jeweiligen Vernehmern waren die einzigen Kontakte, die ein Häftlinge während seiner Zeit in dem Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen hatte. Die Strategie: Psychoterror, bis der Systemfeind durchdreht und anfängt "auszupacken", also für die Stasi verwertbare Aussagen macht.

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Einblicke: "Man wusste nicht, wo man war. Egal, wie lange man hier war, das kriegte man einfach nicht gesagt", so Gilbert Furian heute über seine Zeit in dem Stasi-Knast Hohenschönhausen. Die Liste der ehemaligen Gefangenen ist lang: Von Streikführern des Aufstands am 17. Juni 1953 über Anhänger der Zeugen Jehovas, bis zu bekannten Bürgerrechtlern wie Bärbel Bohley, Vera Lengsfeld und der Schriftsteller Jürgen Fuchs - viele Systemkritiker waren in Hohenschönhausen inhaftiert.

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Nur eine Nummer: Ein Verhörraum im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Mit strikter Isolation und brutalen Methoden wurden hier Regimegegner und Andersdenkende zum "Auspacken" gebracht.

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Das Stasi-Haftkrankenhaus: Eine vergitterte Tür und die kahlen Wände im ehemaligen Krankenhaustrakt des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen lassen das Grauen nur erahnen, das Häftlinge hier erleben mussten. Heute ist fungiert das ehemalige Gefängnis als eine Gedenkstätte. Schätzungsweise 2000 Häftlinge des Ministeriums der Staatsicherheit (MfS) sollen in dem Komplex behandelt worden sein.

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Schmerzhafte Erinnerungen: Der ehemalige Häftling Wolfgang Hinkeldey steht im September 2008 im Operationssaal des ehemaligen Stasi-Haftkrankenhauses Hohenschönhausen. Schätzungsweise 2000 Häftlinge des Ministeriums der Staatsicherheit (MfS) sollen hier bis zum Ende der DDR 1989 behandelt worden sein.

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Wachturm: Bereits 1951 hatte das Ministerium für Staatssicherheit ein sowjetisches Kellergefängnis in Hohenschönhausen übernommen. Ende der fünfziger Jahre mussten Häftlinge eines benachbarten Arbeitslagers dann im hinteren Teil des Geländes ein neues Gefängnis bauen. In den mehr als 200 Zellen und Vernehmerzimmern wurden bis zur Auflösung der Stasi und ihrer Gefängnisse im Laufe der friedlichen Revolution 1989 hunderte Systemgegner inhaftiert.

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Mauern: Die Außenmauern der Gedenkstätte Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen. Hinter dieser Mauer gab es noch eine zweite Mauer. Was hier zu DDR-Zeiten geschah wusste niemand außer der Stasi. Hunderte Systemgegner verschwanden einfach. Diejenigen, die wieder herauskamen, erfuhren zumeist erst nach dem Fall der Mauer, dass sie in Hohenschönhausen gewesen waren.

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Der Bundespräsident im Stasi-Gefängnis: Ein Kranz des Bundespräsidenten in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen vor einer Zelle im so genannten U-Boot - er soll an die Opfer der Stasi erinnern. Das Staatsoberhaupt informierte sich im November 2006 in dem ehemaligen Stasi-Gefängnis über das Wirken der Staatsicherheit der DDR und über die unmenschliche Unterbringung und Behandlung von Häftlingen.

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Zwischen Mauern und Stacheldraht: Der Blick auf den Gefängnishof und das Gebäude der Haftanstalt Hohenschönhausen in Berlin. Isolation, Psychoterror und Demütigungen durch die Stasi waren für die hier inhaftierten Regimegegner an der Tagesordnung.

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Vor der Mauer: Hohenschönhausen war nicht einfach nur ein Gefängnis in der DDR, es war ein geheimer Hochsicherheitstrakt, in dem Regimegegner und Andersdenkende einfach verschwanden. Das Gefängnis war im wahrsten Sinne des Wortes ein weißer Fleck auf der Landkarte. In den umliegenden Häusern wohnten ausschließlich Stasi-Mitarbeiter. Heute befindet sich zwischen den Mauern, Zäunen und Wachtürmen eine Gedenkstätte, in der Besuchern das brutale Regime der Stasi zu vermitteln versucht wird.

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Freiheit, ist das Einzige was zählt ...: Der Versuch, die bedrückende Stimmung in diesem Horrorgebäude festzuhalten ...

Foto: Manfred Schmidt
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