Stationen eines Ameisenlebens - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Stationen eines Ameisenlebens Pflegen, putzen, sammeln

Lauter Arbeiterinnen, kein Management: Ameisen-Kolonien scheinen perfekt organisiert, obwohl jedes Insekt selbstständig seine Aufgaben sucht und erfüllt. Ein Organisationsmerkmal haben Forscher nun aufgedeckt: Demnach macht jedes Tier Karriereschritte, wenn es älter wird.
1 / 6

Markierte Ameisen: Die staatenbildenden Tierchen organisieren sich nach Alter, haben Forscher aus Lausanne in einem Experiment festgestellt. Sie überwachten sechs Kolonien, in denen jedes einzelne Tier markiert war, 41 Tage lang. Vor dem eigentlichen Experiment hatten die Forscher mehr als 60 Wochen lang alle neugeborenen Arbeiterinnen markiert, um später nachvollziehen zu können, wie alt die Tiere zu Beginn der 41-Tage-Phase waren.

Foto: Joël Meunier
2 / 6

Überwachte Krabbler: Die Arbeiterinnen der Art Camponotus fellah teilen sich in drei Gruppen. Eine kümmert sich um den Nachwuchs, die andere putzt das Nest, die dritte zieht hinaus, um Nahrung zu sammeln. Welche Aufgaben eine Ameise erfüllt, ändert sich mit dem Alter, stellten die Forscher nun fest.

Foto: Alessandro Crespi
3 / 6

Markierung: Eine Ameise individuell zu kennzeichnen, dauerte knapp zwei Minuten, erklärt Forscherin Danielle Mersch. Sie fixierte die Insekten dafür in Knete...

Foto: Alessandro Crespi
4 / 6

...und pappte ihnen mit einem Tröpfchen Kleber ein kleines, bedrucktes Papierstückchen auf den Rücken.

Foto: Alessandro Crespi
5 / 6

Ameisen kümmern sich um ihre Brut: Die Farbkleckse auf dem Hinterleib zeigen an, in welcher Woche die Tiere geboren wurden. Die Königinnen dieser Ameisenart können bis zu 26 Jahre alt werden.

Foto: Alessandro Crespi
6 / 6

Kooperative Versuchtsteilnehmer: "Überraschenderweise - und glücklicherweise - versuchten die Ameisen nie, die Markierungen von ihren Schwestern oder der Königin zu entfernen", schreibt Mersch in einer E-Mail an SPIEGEL ONLINE.

Foto: Alessandro Crespi
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?