Staudamm-Katastrophe 1943 - DER SPIEGEL
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Staudamm-Katastrophe 1943 "Ich kann die Hilfeschreie noch heute hören"

Er riss seine Mutter aus dem Bett, floh mit ihr und sah, wie die gigantische Flutwelle Nachbarn, Vieh und Häuser fortspülte: In der Nacht auf den 17. Mai 1943 zerstörten britische Bomber die Möhnesee-Talsperre. In der Erinnerung erlebt Günter Mussmann die Katastrophe ein zweites Mal. Von Torben Dietrich
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Vor dem Staudamm: Günter Mussmann vor der wieder aufgebauten Möhnsee-Talsperre. Im Mai 1943 zerstörten Bomben der britischen Royal Air Force den Staudamm und überschwemmten den kleinen Ort Neheim. Der damals 17-jährige Junge entkam der Katastrophe nur knapp.

Foto: Wolfgang Becker
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Betankung einer Lancaster: Die britische Armee setzte im Zweiten Weltkrieg Lancaster-Bomber zur Bombardierung Deutschlands ein - so auch gegen die Möhnesee-Talsperre im Sauerland im Mai 1943. Das Foto zeigt britische Soldaten beim Betanken einer Lancaster.

Foto: Getty Images
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Bomben-Träger: Britische Soldaten beladen eine Lancaster im Mai 1944 mit schweren Geschossen. Das Besondere des Flugzeug-Typs ist sein große Stauraum.

Foto: Getty Images
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Zwei Überlebende: Günter Mussmann vor seinem Elternhaus. Nachdem 1943 der nahegelegene Staudamm am Möhnesee gesprengt worden war, war dieses eines der wenigen Häuser, das den Fluten standgehalten hatte. Mussmann wohnt bis heute in der Gegend. "Die Liebe zum Möhnesee kann man nicht verlieren", sagt er.

Foto: Wolfgang Becker
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Nach den Bomben die Flut: Die nächtliche Bombardierung durch die Royal Air Force riss eine 70 Meter breite Kluft in den Möhne-Staudamm. 135 Millionen Kubikmeter Wasser stürzten ins Möhnetal.

Foto: Archiv Ruhrverband
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Zerstörung: In der Nacht auf den 17. Mai 1943 hatte die britische Royal Air Force gezielt die Möhnesee-Talsperre gesprengt. Die bis zu zehn Meter hohe Flutwelle verwüstete die Stadt Neheim, etwa 1500 Menschen kamen hier und in anderen Orten ums Leben.

Foto: Archiv Ruhrverband
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Wassermassen: In einer Mainacht 1943 brach nach Bombardierungen der Staudamm am Möhnesee. Die Bewohner des nahegelegenen Ortes Neheim wurden im Schlaf überrascht. Viele von ihnen flohen vor den Flugzeugen in ihre Luftschutzbunker und ertranken in der Flut.

Foto: Archiv Ruhrverband
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Aufräumarbeiten: Am Neheimer Möhneufer stand während des Zweiten Weltkriegs ein Lager, in dem Zwangsarbeiterinnen schufften mussten. Nach der Zerstörung des Staudamms im Mai 1943 wurde das Lager von der Flut weggerissen, fast niemand konnte sich retten. Der Staudamm selbst wurde bereits im Oktober 1943 wieder in Betrieb genommen.

Foto: Archiv Ruhrverband
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Die Reste von Neheim: Der Ort Neheim am Möhneufer wurde durch die Wassermassen nach der Sprengung des Staudamms im Mai 1943 fast vollständig zerstört. Nur wenige Mauerreste zeugen noch davon, dass hier mal jemand gewohnt hat.

Foto: Stadtarchiv Arnsberg
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?