Steinbrücks Rückzug: "Ein geordnetes Ende" - DER SPIEGEL
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Steinbrücks Rückzug "Ein geordnetes Ende"

Der unterlegene SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück strebt keine weiteren Ämter mehr in Partei und Bundestagsfraktion an. Das sagte er auf dem Parteikonvent. Er will aber Mitglied der Sondierungsgruppe werden, die Gespräche mit der Union führen könnte.
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Hoffnungsfroher Start ins Wahljahr vor zwölf Monaten: Peer Steinbrück am 28. September 2012 bei der Vorstellung als SPD-Kanzlerkandidat im Willy-Brandt-Haus. Am 27. September 2013 hat er nun seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik erklärt.

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"Meine Karriere wird ein geordnetes Ende finden", wurde der 66-Jährige zitiert. Er wolle "seiner beruflichen Laufbahn keine weiteren Posten hinzufügen", hieß es von Teilnehmern des Parteikonvents.

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SPD-Troika: Steinbrück mit den Parteifreunden Gabriel und Steinmeier (v.l.n.r.) im Juli 2011 in der Bundespressekonferenz. Lange schwelte die Diskussion, wer von den dreien Spitzenkandidat werden würde.

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Steinbrück hatte sich im Rennen um die Kanzlerkandidatur in der SPD gegen Parteichef Sigmar Gabriel und den Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier durchgesetzt.

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TV-Plausch: Steinbrück mit seinem Freund Helmut Schmidt zu Gast bei Günther Jauch in der ARD - der Altkanzler hatte Steinbrück in Sachen Kanzlerkandidatur unterstützt.

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Er sollte Willy Brandt nachfolgen.

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Steinbrück im Düsseldorfer Landtag: Steinbrück wurde nach dem Rücktritt von Heinz Schleußer im Februar 2000 neuer Finanzminister in NRW. Von 1986 bis 1990 hatte Steinbrück in Düsseldorf das Büro des damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau geleitet.

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Mit Franz Müntefering (re.) in Bochum im Juni 2003: Steinbrück war im Herbst 1998 als Wirtschaftsminister nach Düsseldorf gekommen, vorher hatte er das gleiche Amt in Schleswig-Holstein inne.

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Für Steinbrück hätte die Kanzlerkandidatur Krönung einer langen politischen Karriere werden können. 2002 war er Wolfgang Clement als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen nachgefolgt (Aufnahme vom November 2002 in der Düsseldorfer Staatskanzlei).

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Wahlkampf 2005: Der Bundeskanzler Gerhard Schröder kam zur Hilfe, doch es nützte nichts. Steinbrück verlor mit der SPD die Landtagswahl.

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Freund der schönen Künste: Steinbrück bei einer Musical-Aufführung im Jahr 2005.

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Duell ums Kanzleramt: Als SPD-Spitzenkandidat trat Steinbrück gegen Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel an - in der Großen Koalition zwischen 2005 und 2009 war er Merkels Finanzminister (hier ein Bild vom G-20-Gipfel im September 2009 in Pittsburgh).

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Steinbrück ist passionierter Schachspieler (hier 2005 bei einer Partie gegen den damaligen Weltmeister Wladimir Kramnik in Bonn). Dass er während seiner Amtszeit als Finanzminister für Sponsorengelder warb, brachte ihm nun Ärger ein.

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Plakate von Steinbrück und Merkel in Pirna Anfang September 2013: Mit einem 100-Tage-Programm wollte der SPD-Kanzlerkandidat die Wende im Wahlkampf schaffen.

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Bundestagswahl am 22. September: Leicht gequältes Lächeln bei den Genossen in der SPD-Parteizentrale. Dass die SPD Prozentpunkte dazugewonnen hat, ist wohl das Einzige, woran sich Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel freuen konnten.

Foto: Kay Nietfeld/ dpa
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Steinbrück (Archivbild): Nur fünf Tage nach der Bundestagswahl kündigte der Sozialdemokrat seinen Rückzug aus der ersten Reihe seiner Partei an. Er strebe keine weiteren Ämter mehr in der Bundestagsfraktion an, sagte er auf dem Parteikonvent.

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?