Stellmacher: Ich zimmere dir einen Oldtimer - DER SPIEGEL
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Stellmacher Ich zimmere dir einen Oldtimer

Seinen Beruf gibt es offiziell seit 1965 nicht mehr, seine Auszubildende musste er im Fernsehen suchen: Theo Malchus, 51, ist einer der letzten Stellmacher. Er baut Oldtimer-Karossen aus Holz. Und auf Wunsch auch Särge in Autoform.
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Sieht aus wie ein Boot, wird aber ein Auto: Theo Malchus zimmert Autokarosserien aus Holz - für private Sammler, Museen oder Automobilfirmen. Er arbeitet in einem Beruf, der eigentlich als ausgestorben gilt: Malchus ist Stellmacher, einer der letzten in Deutschland. 

Foto: dapd
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Handgebogen: Bis in die vierziger Jahre wurden Fahrerhäuser und Fahrzeugaufbauten von Pkw, Lkw und Bussen noch aus Holz gebaut. Aus den Stellmachern wurden im Laufe der Zeit Karosseriebauer, die alten Konstruktionszeichnungen gingen meist verloren. Bei jedem neuen Auftrag nimmt Malchus zuerst Maß und fertigt Schablonen für die benötigten Holzteile an.

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Zurechtgesägt: Der Beruf des Stellmachers entstand im frühen 19. Jahrhundert durch die Zusammenführung der mittelalterlichen Zunftberufe Rademacher und Wagner. Die einen waren bis dahin auf die Fertigung von Wagenrädern, die anderen auf den Bau von Wagengestellen spezialisiert.

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Jedes Teil muss sitzen: Stellmacher bauten früher nicht nur Autos, sondern auch Ackerwagen, Schlitten und Karren. Mit dem technischen Fortschritt wurden viele arbeitslos oder wandelten ihre Stellmachereien in mechanische Werkstätten um.

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Einfach mal ausprobieren: Malchus baut auch Kajaks aus Holz - oder einen Sarg in Form einer Corvette. Den hatte eine Witwe sich für ihren verstorbenen Mann gewünscht.

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