Steve House Extremtouren in eisigen Höhen
Biwak auf kleinstem Raum: Bei der sechstägigen Extremtour an der Rupalwand des Nanga Parbat waren sich Steve House und Vince Anderson (Foto) oft tagsüber nicht sicher, ob sie abends überhaupt einen waagrechten Schlafplatz finden würden. Hier schliefen sie gesichert am Seil in voller Klettermontur.
Rupalflanke des Nanga Parbat: 4500 Meter ist die höchste Felswand der Welt hoch - ihre Besteigung im Alpinstil von Steve House und Vince Anderson war die vielleicht größte alpinistische Leistung der vergangenen zehn Jahre.
Gipfelfoto vom Nanga Parbat: Das Bild ist technisch kein Meisterwerk, es ist schwarzweiß, unscharf und hastig komponiert. Doch dem Betrachter vermittelt der Schnappschuss weit mehr über Freud und Leid eines Achttausender-Erfolgs als die übliche Siegerpose mit erhobenem Eispickel, die in keinem Klettermagazin fehlen darf.
House im Karakorum-Gebirge in Pakistan: Ein falscher Schritt, ein plötzlicher Steinschlag kann in Sekundenschnelle das Ende bedeuteten, dazu kommen die Gefahren durch Höhe und Kälte.
Extremkletterer Steve House: Für Reinhold Messner ist der Amerikaner aus Oregon der derzeit beste Höhenbergsteiger der Welt.
Winzling an der nahezu senkrechten Eiswand: "Single-Push Climbing" heißt die Disziplin, die den willensstärksten Alpinisten neue Temporekorde mit leichtem Gepäck ermöglicht.
Steve House (links, mit Extrembergsteiger Hanspeter Eisendle) bei einer geführten Gruppenwanderung im Villnößtal in Südtirol: "House beweist, dass solche Erlebnisse teilbar sind", sagt Reinhold Messner.
Ankunft an der Alm: House ließ sich in Südtirol von der Gruppe zurückfallen, kam als Letzter an - er sucht ständig die Einsamkeit der Natur.
Extremkletterer Steve House: "Als ich 29 war, waren alle meine Kletterkameraden entweder tot oder nicht mehr aktiv", sagt der heute 39-Jährige.
Mount McKinley in Alaska: Hier organisiert House häufig geführte Klettertouren - bis heute stand er 14 Mal auf dem höchsten Gipfel Nordamerikas.
Schicksalsberg für Steve House: Mit gerade mal 19 Jahren war der Amerikaner zum ersten Mal am Nanga Parbat - nur weil er sich in der Bewerbung zwei Jahre älter machte, um das nötige Mindestalter zu erreichen, durfte er damals mit.