Stierhatz in Pamplona Zum Davonlaufen, dieses Festival
Sprung über die Menschenmenge: Die Stierhatz in Pamplona ist nichts für Zimperliche. Am Sonntag begann das diesjährige Spektakel, noch bis zum 14. Juli finden täglich Veranstaltungen statt.
849 Meter weit werden die Tiere durch die Innenstadt in Richtung Kampfarena getrieben.
Einer gegen alle: Traditionell tragen die Teilnehmer weiße T-Shirts mit roter Schärpe.
Regelmäßig werden bei der Stierhatz Menschen verletzt, am Montag mussten vier ins Krankenhaus. Seit 1900 kamen 15 Teilnehmer ums Leben.
Für die Tiere dagegen endet das Spektakel mit Sicherheit tödlich - wenn sie in der Arena auf Stierkämpfer treffen.
Das umstrittene Spektakel lockt Touristen aus aller Welt an. Es ist Teil des San-Fermin-Festivals, das seit 1591 jährlich in Pamplona gefeiert wird.
Stierkämpfer Joselillo am Boden: Berühmt wurde das Festival auch dank Beschreibungen des Schriftstellers Ernest Hemingway, der selbst an der Stierhatz teilnahm.
Tierschützer kritisieren das Spektakel. "Für diese Morde gibt es keine Rechtfertigung", klagt die Spanien-Präsidentin der Vereinigung AnimaNaturalis, Aida Gascón.
Estafeta-Straße am frühen Morgen: Jedes Jahr wird die Altstadt von Pamplona Schauplatz der Großveranstaltung.
Die Teilnehmerzahl stieg in den vergangenen Jahren an, wodurch sich in den engen Gassen die Verletzungsgefahr erhöht.
Stierkämpfer Alberto Lopez Simon mit Hut: Bei dem Festival im Juli kann er sich eines großen Publikums gewiss sein.
Zwar finden während des erstmals 1591 ausgerichteten San-Fermín-Festes auch religiöse Prozessionen, Konzerte sowie Trinkgelage in den Straßen statt. Höhepunkt sind jedoch die umstrittenen Stierrennen.
"Wir hätten nicht gedacht, wie riesig die Stiere sind", sagte Teilnehmer Scot Ellis aus London nach dem Lauf am Montag. "Sie waren so massig. Und auf einmal drehten sie sich um und kamen wieder zurück."
Mit Platz für fast 20.000 Zuschauer ist die Stierkampfarena von Pamplona eine der größten der Welt.
Während des Festivals werden täglich sechs Stiere vor dem Publikum getötet.