Stonehenge: Totenstadt oder Heilort? - DER SPIEGEL
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Stonehenge Totenstadt oder Heilort?

Stonehenge soll vieles gewesen sein: Friedhof, Pilgerstätte, Observatorium, sogar Ufo-Landestätte. Der britische Archäologe Mike Parker Pearson hat nun erstmals Grabfunde auf ihr Alter hin datiert und ist sich sicher: Stonehenge war eine Totenstadt und das für mindestens 500 Jahre.
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Stonehenge: Der Zweck der 5000 Jahre alten Kultstätte ist noch immer nicht ergründet.

Foto: Ken Geiger
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Äußere Anlage: Die Gräben und Mulden rund um die Steinkreise sind die ältesten Teile des Monuments.

Foto: Adam Stanford
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Bestattungsreste: Die Knochen, die in den Mulden gefunden wurden, wurden nun erstmals mit der Radiokarbonmethode datiert. Ergebnis: Bis rund 2500 vor Christus wurden in Stonehenge Leute bestattet.

Foto: NG
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Geweihknochen: Dieses Geweih wurde im Norden von Stonehenge gefunden, in einer rechteckigen Anlage namens Stonehenge Cursus. Es muss dort schon 1000 Jahre vor der Errichtung der Steine gelegen haben.

Foto: Andrew Henderson
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Archäologe Mike Parker Pearson: Er glaubt, dass Stonehenge eine Stadt für die Toten war.

Foto: NG
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Megalithe: Die Steine wiegen rund fünf Tonnen.

Foto: Ken Geiger
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Stonehenge Cursus: Archäologe Julian Thomas gräbt in der rechteckigen Anlage. Der Sinn von Stonehenge Cursus, der sich über mehr als drei Kilometer erstreckt, ist unbekannt.

Foto: Andrew Henderson
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Verbindung: Stonehenge, die Stadt der Toten, war mit Durrington Walls, der Stadt seiner Erbauer, über den Fluss Avon verbunden - glaubt Mike Parker Pearson.

Foto: NG
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Durrington Walls: In der Nähe von Stonehenge, in Durrington Walls, fanden Archäologen die größte bisher bekannte Steinzeit-Siedlung Nordeuropas.

Foto: Mike Parker Pearson
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Ausgrabung: In Durrington Walls haben die Forscher Spuren von mindestens 300 Häusern gefunden.

Foto: Mike Parker Pearson
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Grundrisse der Gebäude in Durrington Walls: Deutlich sind die Lehmfundamente der Häuser zu erkennen.

Foto: AP/ Aerial-Cam for National Geographic
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Ausgrabung: Archäologen inspizieren die Überreste eines Hauses. Die Löcherlinie markiert vermutlich einen Zaun, der das Gebäude umschloss.

Foto: AFP/ Aerial-Cam for National Geographic
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Andere Theorie: Oder war Stonehenge ein Heilort? Ein steinzeitliches Lourdes? Die Zeichung zeigt die Boscombe Bowmen, jene Bogenschützen, deren Grab beim Verlegen einer Wasserleitung entdeckt wurde. Das zentrale Skelett weist ein zertrümmertes Bein auf.

Foto: Wessex Archaeology / Jane Brayne
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Amesbury Archer: Sein Alter schätzt man auf 2300 vor Christus. Der Bogenschütze war ein kräftiger Mann und wurde 35 bis 45 Jahre alt. Vor seinem Tod hatte er sich eine schwere Knieverletzung zugezogen, die zertrümmerten und anschließend entzündeten Knochen müssen ihm qualvolle Schmerzen bereitet haben. Er kam aus den Alpen nach Stonehenge.

Foto: Wessex Archaeology
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Spitz und scharf: Ebenfalls im Grab des Bogenschützen entdeckten Archäologen diese Messer aus Kupfer. Ihre Griffe bestanden vermutlich aus Holz.

Foto: Wessex Archaeology
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?