Frankreich Tödliche Schüsse in Straßburg
Die französische Polizei hat den mutmaßlichen Attentäter von Straßburg erschossen. Bei dem Toten handele es sich um den zuvor öffentlich gesuchten Verdächtigen, berichten mehrere Medien unter Berufung auf den französischen Staatsanwalt.
Der Mann habe im Straßburger Stadtteil Neudorf das Feuer auf die Beamten eröffnet und sei anschließend "neutralisiert" worden, sagte Innenminister Castaner.
Am Dienstag hatte der Attentäter in der Nähe eines Straßburger Weihnachtsmarkts Menschen mit einer automatischen Pistole und einem Messer angegriffen.
Drei Menschen starben, eine weitere Person ist hirntot. Elf Personen sind schwer verletzt.
Den mutmaßlichen Täter hatten die Sicherheitsbehörden offenbar bereits zuvor als islamistischen Gefährder geführt.
Polizisten und Soldaten hatten am Dienstagabend weite Teile der Straßburger Innenstadt abgeriegelt.
Der Weihnachtsmarkt blieb mehrere Tage geschlossen. Am Freitag soll er wieder geöffnet werden, sagte Innenminister Castaner.
Castaner hatte nach dem Attentat die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausgerufen. Das heißt vor allem: An den Grenzen des Landes gibt es verschärfte Kontrollen.
Auch der Übergang zwischen Deutschland und Frankreich ist davon betroffen. Hier kontrollieren deutsche Polizisten an der Grenze zu Frankreich in Kehl Fahrzeuge.
Castaner fuhr selbst nach Straßburg, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.
Am Abend der Tat war auch das Europäische Parlament zwischenzeitlich geschlossen geblieben.
Während des Einsatzes durfte zeitweise niemand das Gebäude verlassen. In der Nacht begannen die Behörden dann, die Menschen herauszuholen.
Viele Menschen suchten außerdem Sicherheit im Kaufhaus Galeries Lafayette.
Mehrere Stunden verharrten die Personen in den Gebäuden.
Rettungswagen eilten in der Nacht zum Weihnachtsmarkt, um sich um die Opfer zu kümmern.
Nach dem ersten Angriff lieferte sich der Tatverdächtige zweimal einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Die Polizei hat inzwischen insgesamt fünf Verdächtige aus dem Umfeld des mutmaßlichen Attentäters in Gewahrsam genommen, erklärte die Staatsanwaltschaft.