Berliner Alltag Humor ist überall
Tuschelei: Ein Pärchen 1947 vor der Büste Johann von Buchs an der ehemaligen Siegesallee im Berliner Tiergarten. Seinen Blick fürs Skurrile hatte Fotograf Friedrich Seidenstücker auch nicht verloren, als er Berlin nach dem Krieg in Trümmern fand.
Glänzende Aussicht: Der gelernte Bildhauer und leidenschaftliche Fotograf Seidenstücker interessierte sich für vor allem für Formen und Bewegungen. Besonders die von Frauen.
Komm schon! Wer zieht hier eigentlich wen?
Sturheit siegt! Fotograf Seidenstücker beobachtete Hündchen und Frauchen 1952 in Berlin.
Tiefe Einblicke: Mutter im Kinderwagen - fotografiert von Friedrich Seidenstücker 1930 in Berlin. Komische Ansichten waren die Spezialität des Straßenfotografen.
Auf dem Sprung: Eine Serie von Pfützenspringerinnen, aufgenommen 1930 vor dem Bahnhof Zoo in Berlin, gehört zu Friedrich Seidenstückers bekanntesten Aufnahmen. "Er hatte seine ästhetische Freude an schlanken Mädchenbeinen", sagte seine Freundin Loni Hagelberg über ihn.
Sexy Hexi: Loni Hagelberg posierte in den vierziger Jahren für Friedrich Seidenstücker in dessen Dachgeschosswohnung am Kaiserplatz in Berlin.
Meinungsverschiedenheiten: Wann immer auf der Straße etwas los war - Seidenstücker drückte im spannendsten Moment auf den Auslöser seiner Kamera.
Im Gänsemarsch: Der Schutzmann sorgt für Ordnung. Aufgenommen von Friedrich Seidenstücker in den zwanziger Jahren in Brandenburg.
Vorsicht, Kinder! Zwei Mädchen 1930 am Bismarck-Nationaldenkmal in Berlin.
Mittagsruhe: Gepäckträger am Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin 1932. Die Männer warten auf Beschäftigung - offenbar schon ziemlich lang.
Kassensturz: Ein Paar prüft vor der Fahrt ins Blaue seine Finanzen. Fotografiert von Friedrich Seidenstücker 1925 in Berlin.
Fehlerteufel entdeckt! Seidenstücker-Aufnahme aus einem Berliner Park von 1930.
Bei Fuß! Können Hunde eigentlich auf Bäume klettern? Seidenstücker fotografierte diese Szene mit offenem Ausgang 1925 an einem See bei Berlin.
Erste Hilfe: Ein ambulanter Schuster 1946 vor der Ruine des Bahnhofs in Potsdam.
Völlig kopflos: Bildhauer und Fotograf Friedrich Seidenstücker 1920 zu Besuch in einer Gießerei, wo er auf diese diese halbfertige Skulptur stieß.
Blick für den kleinen Mann: Zwischen splitterfasernackten, üppigen Damen und einem Adonis in Überlebensgröße richtet der Betrachter sein Augenmerk auf die unscheinbarste aller Skulpturen - ein Selbstporträt mit Augenzwinkern, aufgenommen von Friedrich Seidenstücker 1935 in der Sammlung antiker Skulpturen der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin.
Schaulustige: Eine Aufnahme Friedrich Seidenstückers von 1950. Im Strandbad Wannsee fand er viele seiner Motive.
Deutsche Helden hinter Gittern: Die Skulpturen der Siegesallee waren von Hitlers "Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt" Albert Speer an die Große Sternallee im Tiergarten versetzt worden. Nach dem Krieg wurden sie im Lapidarium zwischengelagert. Von links: Wilhelm I. von Reinhold Begas (vor 1905), Markgraf Johann II. von Brandenburg von Reinhold Felderhoff (1899) und Markgraf Otto II. von Brandenburg von Josef Uphues (1898).
Ihr schwant Böses: Eine Schwimmerin flüchtet vor den aufgebrachten Wasservögeln - und Seidenstückers Kamera schnappte zu.
Komischer Fotograf: Seidenstücker fotografierte nicht nur skurrile Straßenszenen, sondern auch außergewöhnliche Konstellationen in der Natur. Für ein gutes Foto scheute er offensichtlich keine Mühen.