Umzug des Strato-Rechenzentrums Geheimoperation in Berlin
Strato-Rechenzentrum: Insgesamt 55.000 Server betreibt das Unternehmen derzeit in seinem Rechenzentrum in Berlin. Um die Kapazität um 30 Prozent erhöhen zu können, müssen sie alle in neue Räume umziehen. Hier sind Online-Speichersysteme zu sehen. Hinter jeder kleinen Schublade steckt eine Festplatte.
Rückseite der Speicherbänke: Der größte Teil des Stroms, den Rechenzentren verbrauchen, wird ungenutzt in Wärme umgewandelt. Um diese Hitze abzuführen, wird wiederum reichlich Energie zum Betrieb der Klimaanlagen benötigt.
Mechanische Schlussarbeit: Nachdem die Serverschänke in ihrem neuen Raum aufgebaut worden sind, werden an die Enden der Reihen Türen montiert. Im Zusammenspiel mit einer darüber eingezogenen Decke werden die Rechner so in einen sogenannten Kaltgang verschlossen, der effektiver kühlbar ist, als wenn man den gesamten Raum kühlen müsste.
Saubere Luft: Hier werden Filtermatten an die Frischluftkühlung montiert. Weil es in Berlin oft kühl genug ist, kann das Rechenzentrum neun Monate im Jahr durch von außen zugeführte Luft gekühlt werden. Die Temperatur der Rechnerräume wird dabei zwischen 18 und 21 Grad Celsius gehalten.
Umbau im Altbau: Um die bestehenden Räume des Rechenzentrums für den Einbau zusätzlicher Server und Speichersysteme fit zu machen, verlegen Techniker unter anderem neue Kabel in den Doppelböden der Anlage.
Kabelbaum: Jeder der 55.000 Server bei Strato ist mit mindestens einem Kabel an das Netzwerk des Rechenzentrums angeschlossen. Während des Umbaus werden rund 550 Kilometer neuer Kabel verlegt.
Umbau: Um das Rechenzentrum erweitern zu können, müssen alle Server umziehen. Erst werden die Schränke komplett heruntergefahren und von allen Kabeln befreit, um dann an ihrem neuen Standort wieder aufgebaut zu werden.
Neubau: Im Rahmen des Umbaus wird auch neue Hardware installiert.
Umzug in der Nacht: Damit der Betrieb möglichst reibungslos weiterlaufen kann, werden die kompletten Serverschränke nur spätnachts umgezogen.
Notstromlager: In diesem Raum stehen, gut abgeschirmt, Tausende Batterien. Sie sollen bei einem Stromausfall sofort einspringen und das Rechenzentrum mit Energie versorgen können.
Minikraftwerk: Mehrere solcher Kombinationen aus Schiffsdiesel und Generator erzeugen bei längeren Stromausfällen die zum Betrieb der Anlage nötige elektrische Energie. Jede dieser Maschinen erzeugt mit ihren 20 Zylindern 2,75 Megawatt elektrische Leistung. Laut Strato genug, um ein kleines Dorf mit Strom zu versorgen.
Schaltraum des Rechenzentrums: Hier ist alles doppelt vorhanden. Die orange markierten Schaltschränke auf der linken Seite sind für den Regelbetrieb zuständig; sollte die Stromversorgung ausfallen, springen die blau markierten ein und leiten die Energie der Notstromaggregate in die Leitungen.