Strauss-Kahn: Das erste TV-Interview - DER SPIEGEL
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Strauss-Kahn Das erste TV-Interview

Ein bisschen Menscheln, ein bisschen Reue und als Zugabe staatsmännischer Gestus zu Euro- und Schuldenkrise. Die mit Spannung erwartete TV-Beichte von Dominique Strauss-Kahn vor der Nation geriet zum Plädoyer in eigener Sache.
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Dominique Strauss-Kahn im Interview mit TF1-Moderatorin Claire Chazal. Mit Spannung war das Gespräch erwartet worden - zum ersten Mal äußerte sich Strauss-Kahn vor laufenden Kameras zu dem US-Justizkrimi und den aktuellen Vergewaltigungs-Vorwürfen der französischen Autorin Tristane Banon.

Foto: THOMAS SAMSON/ AFP
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Doch wer auf pikante Details gehofft hatte, wurde enttäuscht. DSK verlor kein Wort über sein eigenes Verhalten: Wann immer die Vorgänge in dem New Yorker Hotel zur Sprache kamen, verwies der ehemalige IWF-Chef auf den Freispruch des US-Staatsanwalts. Warum dann überhaupt die Anklage von Diallo wegen Vergewaltigung? "Das muss sie beantworten, vielleicht gab es ja finanzielle Interessen..."

Foto: AFP/ TF1
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Vor dem Studio des Privatsenders TF1 demonstrierte eine Gruppe französischer Feministinnen gegen den Fernsehauftritt von Dominique Strauss-Kahn.

Foto: THOMAS SAMSON/ AFP
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Drinnen lief alles streng nach Plan: Keine indiskrete Einstellung auf knetende Finger, kein Zoom auf möglicherweise nervös wippende Fußspitzen oder Schweißtropfen auf der Stirn. Zeit, Set und Sprechzettel waren zuvor ausgehandelt worden. Spontaneität blieb ausgespart.

Foto: HO/ REUTERS
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Erst Anfang September waren Dominique Strauss-Kahn und seine Frau Anne Sinclair auf dem Pariser Flughafen gelandet - nach einem monatelangen Justizkrimi in Amerika. Am Ende wurden die Vorwürfe gegen DSK fallengelassen, die Zeugin, die ihn wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, hatte sich bei den Vernehmungen mehrfach in Widersprüche verwickelt.

Foto: ERIC GAILLARD/ REUTERS
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Zahlreiche Journalisten erwarteten das Ehepaar bei ihrer Ankunft und hofften auf einen Kommentar. Vergeblich.

Foto: ERIC GAILLARD/ REUTERS
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Strauss-Kahn lächelte nur - und fuhr mit seiner Frau in die gemeinsame Wohnung an der Pariser Place des Vosges.

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Vor seiner Festnahme vor knapp vier Monaten hatte er in allen Umfragen zur Präsidentschaftswahl geführt, die nächstes Frühjahr stattfindet. Doch nun steht seine politische Karriere in den Sternen. Im TV-Interview verkündete DSK: "Ich bin Kandidat für nichts."

Foto: JOHANNA LEGUERRE/ AFP
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