Streaming: Regeln fürs Abo-Teilen - DER SPIEGEL
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Streaming-Accounts So darf man sein Abo teilen

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Netflix

Mit einem Premium-Abo der Videostreaming-Plattform Netflix können Filme und Serien auf bis zu vier Geräten gleichzeitig angeschaut werden. Den Account dürfen die weltweit etwa 139 Millionen Abonnenten auch mit anderen Personen teilen. Allerdings müssen Nutzer, die gemeinsam ein Abo verwenden, im gleichen Haushalt leben.

Dazu, ob Netflix technisch überprüft, ob der Account an verschiedenen Orten parallel benutzt wird, will das Unternehmen nichts sagen. In den Nutzungsbedingungen  weist Netflix aber darauf hin, dass man bei betrügerischen Aktivitäten dazu befugt sei, die Mitgliedschaft zu beenden oder das Konto vorübergehend stillzulegen.

Foto: Shutterstock/ BigTunaOnline
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Amazon Prime Video

Wer Amazon Prime abonniert hat, darf Videoinhalte auf drei Geräten gleichzeitig schauen - allerdings nicht exakt den gleichen Film oder die gleiche Folge einer Serie. Dabei ist egal, wem das Gerät gehört. Zwei Personen, die im gleichen Haushalt leben, dürfen sich ganz offiziell ein Prime-Abo teilen und auch den schnelleren Versand nutzen.

Wer jedoch sein Passwort darüber hinaus weitergibt, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen. Davon abgesehen sollte man sich gut überlegen, ob man seine Amazon-Nutzerdaten wirklich mit anderen teilt. Denn das Passwort gilt nicht nur für den Videodienst Prime Video, sondern auch für den Einkauf bei Amazon.

Foto: Shutterstock/ pixinoo
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Sky

Bei den Angeboten von Sky wird es kompliziert. Wer ein Serien-, Film- oder Sportpaket bei Sky Q abonniert, darf sich die Inhalte auf drei Geräten parallel anschauen. Wer ein Sky-Plus-Abo abgeschlossen hat, darf Angebote wie Bundesliga-Spiele auf einem Computer, Tablet oder Smartphone abspielen. Insgesamt lassen sich höchstens vier Geräte , pro Monat darf eines ausgetauscht werden. Eine weitere Einschränkung ist, dass die Videos nur von Nutzern in einem Haushalt abgerufen werden dürfen.

Auf die Frage, ob Verstöße verfolgt werden, sagt ein Sky-Sprecher: "Die Einhaltung der AGB wird gegebenenfalls überprüft." Das Teilen von Kundendaten verstoße gegen die Vertragsbedingungen von Sky. Man wolle vorsichtshalber darauf hinweisen, dass mit den Nutzerdaten "auch der Zugang zu sensiblen Vertragsdaten an Dritte weitergegeben wird".

Foto: Tobias Hase/ picture alliance / Tobias Hase/dpa
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DAZN

Wer sich diese Saison viele Champions-League-Spiele anschauen will, kommt am Sportstreamingdienst DAZN kaum vorbei. Zusammen mit Sky hat sich die Online-Plattform die Rechte am Wettbewerb der europäischen Topteams gesichert. Wer ein Abo abschließt, kann sich die Spiele auf zwei Geräten parallel anschauen.

Allerdings steht in den Geschäftsbedingungen, dass man sein Passwort niemand anderem weitergeben darf. Wer sich nicht daran hält, dessen Zugang könne unverzüglich ausgesetzt oder beendet werden . Ob die Missachtung der Regeln verfolgt wird, will bei DAZN niemand verraten. Ein Sprecher teilt auf Anfrage mit, dass man sich "zu internen Prozessen nicht weiter äußern" werde.

Foto: Shutterstock/ matteo_it
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Spotify

Wie viele andere Online-Plattformen bietet auch der Musikstreamingdienst Spotify ein Premium-Konto an. Mit dem Familien-Abo dürfen sechs Nutzer gleichzeitig Musik hören. Der Hauptabonnent kann dafür Einladungen verschicken. Dabei ist es theoretisch egal, ob sich Freunde oder Familienmitglieder den Account teilen. Allerdings müssen alle die gleiche Anschrift haben, was die Erlaubnis für Freunde natürlich stark einschränkt.

Doch wird auch überprüft, wo die Mitglieder wohnen? Im vergangenen Jahr hatten einige Premium-Mitglieder eine E-Mail mit der Bitte zugeschickt bekommen, ihre Standortdaten zu übermitteln . Nutzer waren verunsichert. Das sei jedoch nur ein Test gewesen, heißt es bei Spotify.

Foto: Britta Pedersen/ picture alliance / Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
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Apple Music

Für Apple Music gibt es ein Abo, das bis zu sechs Familienmitglieder nutzen können. Bedingung ist, dass alle Nutzer eine Apple-ID haben. Beschränkungen auf eine Anschrift oder einen Haushalt gibt es hier nicht. Die Familie darf auch verstreut wohnen und muss lediglich im gleichen Heimatland leben.

Die Nutzer dürfen maximal einer Familie angehören und zweimal im Jahr die Gruppe wechseln. Die Nutzer werden über die Familienfreigabe verwaltet. Dort bestimmt der Abonnent des Musikdienstes, wer beitreten und Songs über Apple Music auf seinen Geräten abspielen darf.

Foto: Shutterstock/ FOOTAGE VECTOR PH
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Deezer

Beim Streaminganbieter Deezer dürfen mit einem einzigen Familienabo sechs Personen gleichzeitig Musik hören. Aber bei Deezer geht es strenger zu als bei Apple Music und Spotify: Wenn sich Nutzer einen Account teilen, müssen sie nicht nur die gleiche Anschrift haben, sondern auch im selben Haushalt wohnen. Mit dem Nachbarn im Erdgeschoss darf man das Abo also nicht teilen.

Auch mit einer Kontrolle müssen die Nutzer rechnen. Eine Deezer-Sprecherin sagt: "Wir haben die Möglichkeit, die IP-Adressen der Nutzer eines Family Abonnements zu überwachen sowie ihre Postleitzahlen." Wer die Regeln missachtet, muss mit einer Sperre rechnen. Bei einem erkannten Regelverstoß werde das Deezer-Familienkonto gekündigt.

Foto: Charles Platiau/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?