Streichholzkönig Ivar Kreuger - DER SPIEGEL
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Schwedischer Finanzmoguls Ivar Kreuger Imperium aus Streichhölzern

Die beispiellose Karriere des Finanzmoguls Ivar Kreuger gründete auf einem schlichten Gegenstand aus Holz: In den zwanziger Jahren baute der Schwede die väterliche Zündholzfabrik zu einem gigantischen Monopol aus. Als sein Firmenkonglomerat ins Straucheln geriet, erzitterte halb Europa.
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Produktion am Fließband: Kreugers Imperium wurde nach seinem Tod aufgelöst, doch ein Teil des Streichholz-Unternehmens ging über in die Swedish Match - der heute weltweit größte Streichholzhersteller.

Um 1935 kontrolliert diese Frau den Transport von Streichholzschachteln auf einem Fließband in einer deutschen Fabrik.

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Zündhölzer: In den Wäldern Schwedens war Holz in Massen vorhanden - Basis für die Steichholzproduktion von Kreugers Firma Svenska Tändsticks.

Ein Mann überwacht um 1935 das Stanzen von Streichhölzern in einer deutschen Fabrik.

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Verpackung: Um 1910 verpacken Frauen an einem Packtisch in einer Fabrik in Deutschland Streichhölzer in Schachteln. Während die kleinen Schachteln früher noch aus dünnem Holz bestanden, sind sie heute in der Regel aus Pappe.

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Unverzichtbarer Alltagsgegenstand: Ein junger Streichholzverkäufer bietet 1884 in London seine Ware an. Zündhölzer, die mit den heutigen vergleichbar sind, waren ab Anfang des 19. Jahrhunderts erhältlich.

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Ivar Kreuger: Der Industrielle, hier um 1910, übernahm 1913 die Streichholzproduktionsfirma seines Vaters. Kreuger Jr. baute das Unternehmen zu einem internationalen Finanzimperium aus.

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Start im Baugeschäft: Bevor Ivar Kreuger die Leitung der Streichholzfirma seines Vaters übernahm, war der Ingenieur auch im Baugeschäft aktiv. Zusammen mit Paul Toll gründete er 1908 das Bauunternehmen Kreuger und Toll. Hier posieren die Firmengründer Paul Toll, stehend, und Ivar Kreuger, rechts, zusammen mit ihrem Berater und Chefingenieur Henrik Kreüger auf einer ihrer ersten Baustellen 1908 in Solna. Das Bild machte Magnus Toll, Pauls Sohn.

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Internationale Geschäfte: Der Industrielle Ivar Kreuger wartet um 1930 auf den Abflug zu einer Geschäftsreise in einem Passagierflugzeug. Über sein Streichholz-Unternehmen hinaus hat er sich ein weltweit agierendes Finanzimperium aufgebaut.

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Imperium: Die Postkarte unbekannten Datums veranschaulicht die weltweite Vernetzung der schwedischen Zündholzfirma Svenska Tändsticks des schwedischen Tycoons Ivar Kreuger.

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Mondänes Apartment: In den beiden oberen Etagen des Anwesens in der Villagatan 13 in Stockholm hatte Ivar Kreuger seine Wohnung. Auf der anderen Straßenseite wohnte die Familie Toll. Paul Toll war sein Geschäftspartner in dem Bauunternehmen Kreuger und Toll.

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"The Match King is dead": Die "New York Times" verkündet in ihrer Ausgabe vom 14. März 1932 auf der Titelseite den Tod des schwedischen Streichholzkönigs. Der Industrielle habe sich zwei Tage zuvor in einem Pariser Hotel ins Herz geschossen, so der Bericht.

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Zurück in die Heimat: Am 23. März 1932 wird in Paris der Sarg des toten Streichholz-Magnaten Ivar Kreuger in einen Zug verladen, um ihn zur Beerdigung nach Stockholm zu bringen. An seinem Selbstmord gibt es bis heute aufgrund vieler offener Fragen Zweifel. Beispielsweise soll der Rechtshänder die Tatwaffe in der linken Hand gehalten haben.

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Kreuger-Crash: Nach Kreugers Tod wurden Ungereimtheiten in seinem Finanzimperium aufgedeckt. Es kam zu massenhaften Aktienverkäufen und zum sogenannten Kreuger-Crash an der Börse. Ein Senatskomitee untersuchte den Crash. Hier wird am 11. Januar 1933 in Washington D. C. Donald Durant, Mitarbeiter einer New Yorker Investmentfirma und Kenner von Kreugers Geschäften, vor dem Komitee vereidigt.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?