Streit der Linken vor dem Parteitag - DER SPIEGEL
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Führungsstreit Kampf und Krampf bei der Linken

Zehn Kandidaten gibt es inzwischen für das neue Führungsduo, das die zerstrittene Linke auf ihrem Parteitag wählen will. Selbst in der Partei wird derzeit gerätselt, wer am Ende an der Spitze stehen könnte. Wie stehen die Chancen für Dietmar Bartsch? Was macht Sahra Wagenknecht? Fünf Szenarien.
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Dietmar Bartsch: Der Fraktionsvize hat seine Bewerbung für den Chefposten der Linken bereits im vergangenen November angemeldet - gilt aber als Reizfigur bei den Genossen im Westen.

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Sahra Wagenknecht: Die stellvertretende Parteivorsitzende kandidiert bislang nicht für die Doppelspitze, dennoch wird eine spontane Bewerbung der 42-Jährigen nicht gänzlich ausgeschlossen. Wagenknecht ist damit eine Art Kandidatin-Kandidatin.

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Katja Kipping und Katharina Schwabedissen: Die stellvertretende Parteivorsitzende und die Vorsitzende der NRW-Linken wollen gemeinsam die Linke führen. Sie wollen ein Vorstandsteam, das sich vom Lagerdenken der Partei befreit.

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Dora Heyenn: Die Fraktionschefin in der Hamburger Bürgerschaft ist bereit, mit jedem Co-Chef zusammenzuarbeiten - und dürfte vor allem bei vielen Ost-Delegierten punkten, die sich die Pädagogin als Teil einer Doppelspitze mit Bartsch wünschen.

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Sabine Zimmermann: Die ostdeutsche Bundestagsabgeordnete vertritt das Gewerkschaftslager, gilt als Vertreterin des Lafontaine-Flügels, hat aber eher Außenseiterchancen. In ihrem Landesverband Sachsen stößt sie auf Vorbehalte - dort soll sie nicht mehr für die Bundestagswahl 2013 aufgestellt werden.

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Bernd Riexinger: Der baden-württembergische Gewerkschafter kann in Göttingen mit Rückhalt aus dem Lafontaine-Lager rechnen. Der Saarländer und seine Lebensgefährtin Wagenknecht haben sich für die Kandidatur des 56-Jährigen stark gemacht. Im Lager der Bartsch-Anhänger ist Riexinger dagegen nur dies: Kontrahent des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.

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Und was wird aus ihm? Parteichef Klaus Ernst hat sich noch nicht entschieden, ob er erneut kandidiert. Ausschließen will er diesen Schritt nicht: "Ich werde mich tatsächlich bei der Frage entscheiden, wenn die Wahlen anstehen."

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