Streit um Löw Dicke Luft beim DFB
Das Ziel vor Augen: Joachim Löw und der WM-Pokal (2006). Vor dem Turnier in Südafrika ist die Konzentration auf das Wesentliche jedoch gestört. Nach den geplatzten Vertragsverhandlungen zwischen Löw und dem Verband herrscht dicke Luft beim DFB.
Der Bundestrainer ist vor allem über den Verlauf der Verhandlungen verärgert - noch während Gespräche geführt wurden, waren Details seiner Forderungen an die Öffentlichkeit geraten. Gemeinsam mit ...
... Teammanager Oliver Bierhoff, der die Verhandlungen führt, soll Löw für sich und sein Team eine einmalige Sonderzahlung bei Vertragsverlängerung fordern.
Zum Team des Bundestrainers gehören auch sein Assistent Hans-Dieter Flick (m.) sowie Torwart-Trainer Andreas Köpke und Chefscout Urs Siegenthaler. Nach dem Scheitern der Verhandlungen ist ihre Zukunft unklar. Bis zum Ende der WM ...
... liegen die Gespräche mit DFB-Präsident Theo Zwanziger (m.) auf Eis. Der Verband scheint sich vor allem auf ...
... Verhandlungsführer Bierhoff eingeschossen zu haben, der für sich selbst ein Vetorecht bei künftigen Besetzungen des Trainerpostens beansprucht.
DFB-Sportdirektor Matthias Sammer: Er gilt schon fast traditionell als Gegenspieler des Teams um Löw und Bierhoff.
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sagte zu den vorerst gescheiterten Verhandlungen: "Die Unterschiede waren zu groß."
"Meine Meinung: Der Übernahmeversuch ist gescheitert", kommentierte Franz Beckenbauer die Forderungen Bierhoffs. Präsident Zwanziger wird's gefallen haben.
Löw gemeinsam mit den gegnerischen Trainern der Qualifikation zur EM 2012 (Dietmar Constantini, Österreich; Dick Advocaat, Belgien; Berti Vogts, Aserbaidschan): Es scheint unsicherer denn je, ob der Bundestrainer auch nach der WM im Amt bleibt.