Zensur in China Schaubühnen-Gastspiel in Peking sorgt für Eklat
Christoph Gawenda spielt in der aktuellen Produktion den Kurarzt Thomas Stockmann, der die Missstände aufdecken will.
Die erste Aufführung des "Volksfeinds" in Peking rief heftige Reaktionen beim Publikum hervor. Einige Zuschauer beklagten sich ganz offen über die Zensur.
Das nationale Zentrum für Darstellende Künste: Dort führte das Ensemble Ibsens Stück auf, dorthin wurde Schaubühnen-Direktor Tobias Veit nach der ersten Vorstellung wieder zitiert.
Morten Kiil (r., Thomas Bading) kommt als erstes zu Stockmann, nachdem er von dessen Entdeckung gehört hat. Mit seiner Gerberei verseucht er maßgeblich das Heilwasser.
Bei der zweiten Aufführung spielte das Ensemble vor vollen Rängen, obwohl die Vorstellung nicht ausverkauft war. Die leeren Plätze waren mit Mitarbeitern des Theaters gefüllt.
Ibsens "Volksfeind" ist ein Drama über Wahrheit, Lüge und die Manipulation der Masse, für China offensichtlich zu nah an der Realität in dem Land.