Studentenproteste in China - DER SPIEGEL
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Tiananmen-Proteste Ein Krieg gegen die eigenen Bürger

Heute Tibet, gestern Tiananmen: 1989 ließ China die Studentenproteste gegen die ergrauten Kommunistenkader zusammenschießen. Gleichzeitig knüppelten in Ostberlin Polizisten die Solidaritätskundgebungen von DDR-Oppositionellen nieder. Marc Kayser war dabei.
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Einsamer Protest: Am 5. Juni kam es zu der berühmten Szene, in der sich ein später Tank Man benannter Jugendlicher einer Kolonne Panzer in den Weg stellte und sie damit kurzfristig aufhielt.

Foto: JEFF WIDENER/ AP
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Platz des himmlischen Friedens: Der 4. Juni 1989 gilt als Höhepunkt der Tiananmen-Proteste. Der Aufmarsch Tausender chinesischer Polizisten gegen ein paar hundert Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens endete in einem Massaker. Ein Dutzend Tote habe es gegeben, hieß es damals offiziell - amnesty international und andere Menschenrechtsorganisationen sprachen und sprechen immer noch von 2500 Toten.

Foto: AP
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Friedliche Kundgebung: Ein Studentenführer von der Universität für Politikwissenschaft und Recht feiert mit weiteren hundert Kommilitonen die erfolgreiche Unterwanderung einer von der Regierung geplanten Demonstration. Erst in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni unternahmen Armee und Polizei gewaltsame Versuche die Proteste zu ersticken.

Foto: AP
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Krieg gegen die eigene Bevölkerung: Am Abend des 3. Juni bewegten sich Soldaten in voller Ausrüstung mit Schützenpanzern aus mehreren Richtungen auf die Innenstadt zu. Ein Demonstrant versucht hier einen chinesischen Soldaten davon abzuhalten seine Kameraden zu verhaften. Tausende Einwohner stellten sich der eigenen Militärmaschinerie in den Weg.

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Studenten stellen die Machtfrage: Eine mit Megafon bewaffnete Studentin liest in der Nacht des 3. Juni den Truppen der Volksarmee die Forderungen der Pro-Demokratie-Bewegung vor. Zuvor waren die Truppen von der Bevölkerung der Hauptstadt am weiteren Vormarsch auf den Platz des himmlischen Friedens gestoppt worden.

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Auf dem Weg zum Tiananmen-Platz: Soldaten der Volksarmee versuchen am 3. Juni friedlich die Blockade der Demonstranten zu brechen. Doch die vorrückenden Einheiten blieben erneut in den sich versammelnden Menschenmassen stecken.

Foto: LIU HEUNG SHING/ AP
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Panzereinsatz gegen die Bevölkerung: Auch zwei Tage nach dem Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens sind noch Panzer auf den Straßen Pekings. Hier flüchten Fahrradfahrer vor den stählernen Ungetümen der Volksarmee in eine Unterführung. Rechts davor ist ein Slogan der demonstranten zu lesen: "Kampf gegen den militärischen Ausnahmezustand."

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Flucht vor den Panzern: Ein chinesisches Paar auf einem Fahrrad versteckt sich vor den Panzern der Chinesischen Volksarmee. Die Studentenunruhen setzten sich auch nach dem 4. Juni fort, obwohl der Widerstand bereits im Großen und Ganzen gebrochen war.

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Deng Xiaoping: Er leitete die Öffnung Chinas ein und war Machthaber in China bis 1997.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?