Studie Das Surfverhalten der Deutschen
Verkehrsdiagramm: Das Schaubild schlüsselt die Prozentsätze auf, die im Internet in Deutschland auf verschiedene Protokolle und Anwendungen entfall. "http" repräsentiert das WWW, "DDL" sind die neuen Filehoster-Services. Der Rest erklärt sich selbst - vor allem im Hinblick auf P2P: Annähernd 70 Prozent des Datenverkehrs entfällt auf "getauschte" Filme und Musik...
...was in keiner der untersuchten Regionen wirklich viel anders aussieht. Die Hochburg des Datei-Verschiebens ist demnach Osteuropa. Es gibt regionale Besonderheiten und Schwerpunkte: So soll in der arabischen Welt in den P2P-Börsen der Anteil von eBooks überproportional hoch sein
Der deutsche P2P-Markt: BitTorrent führt mit großem Abstand vor eDonkey, es folgt abgeschlagen das vornehmlich für die Verteilung einzelner Musikdateien genutzte Gnutella und weitere Börsen, die sich bequem mit dem Begriff "andere" zusammenfassen lassen - sie spielen keine Rolle mehr
Und so sieht das im Vergleich der Regionen aus: Die Welt scheint sich in BT- und Donkeyzonen zu teilen. Neben regionalen Moden spielen da vor allem inhaltliche Präferenzen eine Rolle...
...denn das Angebot verschiedener Dateitypen in den Börsen unterscheidet sich deutlich: Bei eDonkey geht noch immer viel Musik über die Datenwege
...während BitTorrent das Protokoll ist, über das sich TV- und Filmfans mit Material versorgen. Interessant ist hier, dass es auch Animefilme (japanische Manga-Verfilmungen), Musikvideos und Audiobooks ("aBook") auf einen auffallend hohen Prozentanteil bringen. Pornografie macht bei beiden großen P2P-Protokollen etwa ein Drittel des Video-Traffics aus
Die ipoque-Studie schaut neben P2P noch auf etliche andere Themen, von denen VOIP vielleicht das interessanteste ist: Internet-Telefonie wird angeblich von rund 30 Prozent der deutschen Internet-User genutzt, wobei das ipoque-Sample durch die Konzentration auf Netzknoten von Universitäten sicherlich nicht ganz repräsentativ sein kann...
...was den exorbitant hohen Marktanteil von Skype erklärt. In der Unternehmenswelt dürften SIP- und andere Lösungen erheblich häufiger sein, als im eher jugendlich geprägten privaten Umfeld