Studiengebühren Proteste gegen die Teuro-Uni
Demonstration in Gießen (31. Mai 2006): Zwei Schülerinnen lassen bei ihrem Protest gegen Studiengebühren tief blicken.
Gießener Demo (am 31. Mai 2006): Zwei Polizisten führen eine Demonstrantin zur Identifizierung ab.
Kostümprotest in Kassel (2. Juni 2006): Unter dem Motto "Betteln und Prostituieren für Studiengebühren" machten Studenten gegen die Campus-Maut mobil.
Hamburger Polizeikessel (am 31. Mai 2006): Nach einer Blockade des Hauptbahnhofs nahmen Polizisten rund hundert Studenten in die Mitte.
Kasperletheater als Kreditinstitut, auf dem Königsplatz in Kassel (2. Juni 2006): Von Kreditmodellen zur Finanzierung ihres Studiums halten die Demonstranten nicht so viel.
Protestaktion im hessischen Landtag (17. Mai 2006): Nach dem Willen der Landesregierung sollen Studenten künftig 500 Euro pro Semester zahlen - zunächst, später dann deutlich mehr.
Aktion der bayerischen Grünen in München (am 17. Mai 2006): Gut Holz, Ede - Ministerpräsident Stoiber haut alles weg.
Demonstration gegen Studiengebühren in Kassel (17. Mai 2006): Mit Frankreich-Flaggen bei der Kundgebung, eine Anspielung auf die erfolgreichen Proteste französischer Studenten, die ein heftiges umstrittenes neue Gesetz zur Abschaffung des Kündigungsschutzes bei Berufseinsteigern kippen konnten.
Bei der gleichen Demo: Rund 2500 Studenten zogen durch die Innenstadt - Kasseler und Kochschinken.
Demo in Düsseldorf (16. Mai 2006): Über 4000 Studenten machten mobil gegen Studiengebühren und das, was sie Landesregierung so schon "Hochschulfreiheitsgesetz" taufte.
Frankfurter Innenstadt (am 17. Mai 2006): Demonstranten blockierten Bahngleise und Straßen, es kam zu kleineren Rangeleien mit der Polizei.
Blick durch ein löchriges Transparent vor dem hessischen Landtag in Wiesbaden (17. Mai 2006): Ob die Landesverfassung Studiengebühren überhaupt zulässt, ist unklar. Regierungschef Roland Koch und Wissenschaftsminister Udo Corts lassen es auf Prozesse ankommen und wollen das Inkasso eröffnen.
Trommeln gegen Studiengebühren (am 12. Mai 2006 in Marburg): Überall in Hessen machen Studenten mobil gegen die Campus-Maut, die auch auf verfassungsrechtliche Bedenken stößt. Darüber will sich die Landesregierung aber hinwegsetzen und hä#lt Studiengebühren für zulässig.
Verbarrikadiertes Hauptgebäude der Hamburger Uni (am 10. Mai 2006): "Studiengebühren verschärfen die soziale Ausgrenzung", meinen die Demonstranten.
Bikini-Protest in Essen (Juni 2005): Voller körperlicher Einsatz gegen Studiengebühren.
Demonstanten in Kassel (am 15. Mai 2006): "Du bist Paris", lautet die Parole - eine echte Massenbewegung ist aus dem Protest gegen Gebühren bis dato aber nicht geworden.
Kölner Rektoratsbesetzung (am 27. April 2006): Die Studenten sind ziemlich ordentlich - "hier soll ja nichts zu Bruch gehen".
Eine ganz andere Protestform - der Start zum Weltrekordversuch mit der Aktion "Hamburger gegen Studiengebühren" (24. Januar 2006): 70 Klopsbrötchen wollte der Aktionskünstler Mark McGowan eigentlich vertilgen. Das war deutlich zu viel. Bei Nummer 5 wühlte er sich noch recht wohl, da war eine Stunde vergangen. Nach Burger Nummer 22 musste er sich hinlegen und schlief ein.
Och nö, bitte keine Studiengebühren: Seit vielen Monaten rebellieren deutsche Studenten gegen die Einführung der Campus-Maut - vergebens, die Gebühren kommen trotzdem. Hier protestierten als Clowns verkleidete Studenten in Stuttgart (30.11.2005).
Da geht Studenten der Hut hoch: Der Demo-Trend geht zum selbst gebastelten Kopfschmuck, gesehen in Stuttgart (30.11.2005).
Inga Krüger, Studentin aus Konstanz, hat sich als Bettlerin verkleidet (08.11.2005).
Ein Klassiker aus der Abteilung akademische Folklore (4. Februar 2005): "Bildung geht baden" - Greifswalder Studenten nahmen ein eiskaltes Bad im Bodden.
Demo in Berlin (3. Februar 2005): Die Protestidee des Erstsemesters Matthias Ballasch, 20, zu den Einschnitten an den Hochschulen - er trägt zur Messerattrappe einen Zettel "Man sucht ja nach Alternativen...".
Beklebt: In der Hamburger Innenstadt protestierten fast 10.000 Studenten gegen Studiengebühren (3. Februar 2005).
Demo in Essen (23. Juni 2005): Hoch die Fäuste gegen Rüttgers.
Rektorats-Besetzung an der Uni Freiburg (9. Mai 2005): Fast zwei Wochen harrten die Gebührengegner im Rekorat aus.
Billig und willig (Studentenprotest am 3. Februar 2005 in Berlin): So haben Bildungspolitiker und die Finanzminister Studenten gern.
Noch ein Demo-Klassiker: "Die Bildung wird zu Grabe getragen" (Frankfurt am Main, 13. Dezember 2003)
Uni Frankfurt: Ob es tatsächlich bei 500 Euro bleibt, wenn die Länder einmal mit Studiengebühren loslegen, ist keineswegs sicher.