Studieren in Udine Einmal Italien anders, bitte
Mehl ins Gesicht, Ketchup in den Mund: Absolvent Lorenzo steht mit Freunden und Schaulustigen am Marterpfahl. Er hat seit diesem Tag einen Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften, für italienische Verhältnisse gute Jobaussichten - und die Tradition will es, dass ihm seine Kumpels den Tag des Erfolgs zur Hölle machen. mehr...
Kurz zuvor taten die Freunde noch harmlos und Lorenzo spazierte mit ihnen trötend durchs norditalienische Udine. Die kleine Stadt im Friaul...
...ist auch der Studienort von Robert Noack, 25. An der Universita degli studi di Udine lernt in seinem Erasmus-Jahr Kunstgeschichte...
...und dafür musste er natürlich nach Italien, sagt Robert. Auf der Piazza della Liberta im Herz der kleinen Altstadt treffen sich er und seine Mitstudenten meist mittwochabends auf das erste Bier. Dann geht es weiter in die Studentenbars, denn mittwochs ist "Errrassemus-Nait". Wer gebrochen italienisch spricht, bekommt Getränkerabatt.
Die Berge so nah: Skifahren und Wandern kann man von Udine aus in den Alpen, auch in den Resorts im nahen Slowenien.
Massimo Plaino und Alessia Bruno kümmern sich um die Gaststudenten in Udine. Die kleine internationale Gemeinde schrumpft manchmal sogar nach Semesteranfang, denn: Udine liegt zwar in Italien und...
...nah am Mittelmeer - aber manche wünschen sich mehr mediterranes Flair und wundern sich, wenn sie in einer Art Alpenstädtchen landen.
Die Gassen biegen sich hier um die Häuser...
...und das Zentrum wird dominiert von Schlossberg und -garten. Von dort hat man...
...den besten Blick über die ganze Stadt. Eine Uni bekam Udine erst im Jahr 1978, nachdem ein schweres Erdbeben die Region verwüstet hatte. Die Hochschule war ein Teil der Aufbauhilfe für die Gegend, die damals noch an der Grenze zum sozialistischen Jugoslawien lag.