Stürmerstar Eusébio: Der Panther von Portugal - DER SPIEGEL
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Stürmerstar Eusébio Der Panther von Portugal

Portugals Fußball-Legende Eusébio ist tot. Im Alter von 71 Jahren starb der einstige Stürmerstar an einem Herzstillstand. Eusébio führte die Nationalmannschaft seines Landes bei der Weltmeisterschaft 1966 auf den dritten Platz. Er war mit neun Treffern auch Torschützenkönig des Turniers gewesen.
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Eusébio da Silva Ferreira, kurz Eusébio, wurde 1942 in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, in Mosambik geboren. Die Familie lebte im Slum Mafalala in ärmlichen Verhältnissen. Der kleine Eusébio war ein begeisterter Fußballer und vernachlässigte regelmäßig die Schule, um auf der Straße Fußball zu spielen. Im Alter von 15 Jahren schloss er sich dem Sporting Clube de Lourenço Marques an.

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Der Verein aus der portugiesischen Kolonie war eng mit Sporting Lissabon assoziiert, das ein Vorkaufsrecht auf sämtliche Spieler besaß. Aber auch die Verantwortlichen von Benfica Lissabon, dem großen Erzrivalen Sportings, erkannten Eusébios Talent.

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Benfica zahlte 350.000 Escudos (etwa 25.000 Euro) Ablöse für den 18-jährigen Eusébio und sicherte sich damit eines der größten Talente des afrikanischen Fußballs.

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Von 1961 bis 1975 ging Eusébio für Benfica auf Torejagd. In dieser Zeit holte er mit dem Club elf Meistertitel, fünfmal den nationalen Pokal und den Europapokal der Landesmeister. Hier ist Eusébio mit dem Brasilianer Pelé zu sehen, mit dem er während seiner Karriere immer wieder verglichen wurde - sehr zu seinem Unmut.

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Eusébios größter Erfolg mit der Nationalmannschaft war der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft 1966 in England. Er war der überragende Spieler des Turniers, wurde mit neun Treffern Torschützenkönig.

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Unvergessen ist sein Auftritt im Viertelfinale, als Portugal gegen Nordkorea 0:3 hinten lag, Eusébio mit vier Toren das Spiel drehte und den Treffer zum 5:3-Endstand vorbereitete.

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Hier ist Eusébio mit Gerd Müller zu sehen, beide erhielten 1973 den Goldenen Schuh als beste Torschützen Europas.

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Doch bei allem sportlichen Erfolg musste Eusébio in Portugal auch um die Anerkennung der weißen Klasse kämpfen, die ihn immer auch als Afrikaner betrachtete.

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Nach seinem Abschied aus Lissabon ging Eusébio nach Nordamerika in die NASL und spielte dort in den nächsten Jahren für verschiedene Vereine.

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Zum Ende seiner Laufbahn kehrte Eusébio zweimal für kurze Gastspiele nach Portugal zurück. Aufgrund chronischer Kniebeschwerden beendete er 1979 seine aktive Karriere. Schon zuvor war er auf eine Ebene mit dem Weltfußballer Franz Beckenbauer (l.) gestellt worden.

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Von 1985 bis 1992 fungierte er als Co-Trainer der Profimannschaft von Benfica. In Portugal wird Eusébio heute als Ikone verehrt und ist zu einem Symbol für Stolz und Loyalität geworden.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?