Stürze beim Skispringen - DER SPIEGEL
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Stürze beim Skispringen Wellinger, Morgenstern, Ammann

In fast keiner Sportart ist das Vertrauen in die eigene Technik so wichtig wie beim Skispringen. Stürze können zu Krisen führen - sogar bei den ganz Großen.
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Das sieht wieder sehr sicher aus. Der deutsche Skispringer Andreas Wellinger beim Training für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Aber das "positive Gefühl", so beschreibt es Wellinger, musste er sich nach einem schweren Sturz erst wieder zurückholen.

Foto: Gian Ehrenzeller / dpa
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Passiert ist der Unfall im November 2014 in Kuusamo. Wellinger verlor in der Luft das Gleichgewicht und prallte auf den Hang der finnischen Großschanze. Anschließend rutschte Wellinger rund 100 Meter bis in den Auslauf herunter.

Foto: Grzegorz Momot/ dpa
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Daraufhin verpasste Wellinger sowohl die Vierschanzentournee, als auch die Weltmeisterschaften. Ursprünglich sollte die Verletzung konservativ behandelt werden. Der damals 19-Jährige unterzog sich dann aber doch einer Operation am Schlüsselbein.

Foto: Pekka Sipola/ dpa
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"Was dich nicht tötet, härtet dich ab", schrieb Wellinger nach der OP auf seiner Facebook-Seite. Dieses Motto setzte er anschließend oft eindrucksvoll in die Tat um, gewann Gold und zwei Mal Silber bei der WM im vergangenen Jahr - und gehört in Pyeongchang zu den Favoriten.

Foto: Daniel Karmann/ dpa
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Thomas Morgenstern galt als genauso großes Talent wie Andreas Wellinger, wurde unter anderem Olympiasieger. Beim Weltcup in Titisee-Neustadt im Dezember 2013 stürzte Morgenstern schwer. Von da an sprang die Angst mit.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
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"Ich musste vor jedem Sprung meine Angst vor einem Sturz überwinden. Das hat mich viel Energie gekostet, psychisch und körperlich. Eine leichte Sprungeinheit war anstrengender als jedes Krafttraining. Die Angst hat mich richtig ausgesaugt", sagte Österreichs Jahrhunderttalent in einem Interview mit dem SPIEGEL.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
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Drei Wochen später hatte Morgenstern erneut großes Pech. Er stürzte im Training vor dem Weltcupfliegen am Kulm wieder schwer. Acht Monate später gab der Österreicher sein Karriereende bekannt.

Foto: Daniel Maurer/ dpa
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Simon Ammann ist doppelter Doppelolympiasieger. In Salt Lake City 2002 und Vancouver 2010 gewann der Schweizer jeweils von der Normal- und der Großchance die Goldmedaille. Auch er musste mit Sturzfolgen klarkommen.

Foto: Gian Ehrenzeller/ dpa
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Am 6. Januar 2015 stürzte Ammann beim letzten Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen. Er wurde mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert, war im Auslauf sogar kurzzeitig bewusstlos.

Foto: SAMUEL KUBANI/ AFP
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Gerüchte kursierten, dass Ammann seine Karriere beenden wolle. Das tat er nicht, sondern veränderte stattdessen die Technik bei der Landung. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ist der mittlerweile 36-Jährige wieder am Start.

Foto: Angelika Warmuth/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?