Stuttgart 21 Proteste, Protagonisten, Projekte
Heute: Stuttgarts bisheriger Hauptbahnhof - der 1927 vom Architekten Paul Bonatz gebaute Kopfbahnhof soll für das Projekt Stuttgart 21 teilweise abgerissen und umgebaut werden.
Endstation: Eine Luftaufnahme des heutigen Stuttgarter Kopfbahnhofs.
Morgen: Die S-21-Planer wollen mit einem neuen Durchgangsbahnhof die Region an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen - rechts im Bild der denkmalgeschützte Turm des bisherigen Hauptbahnhofs.
Modell mit Querschnitt durch die Gleise: Das Projekt soll den derzeit oberirdischen Kopfbahnhof in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umwandeln.
Tageslicht von oben: Der unterirdische Bahnhof soll durch bullaugenähnliche Glaskuppeln beleuchtet werden.
Proteste: Viele Menschen im Südwesten sind gegen S21 und gingen dafür in den vergangenen Monaten immer wieder auf die Straße.
Naturschützer: Manche der S-21-Gegner wollen vor allem das für den Neubau notwendige Fällen der Bäume im Stuttgarter Schlossgarten verhindern.
Eskalation: Am 30. September ging die Polizei mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Demonstranten in Stuttgart vor - es gab zahlreiche Verletzte.
...dieser S-21-Gegner wurde von einem Wasserwerfer schwer an beiden Augen verletzt.
Kompromiss-Sucher: Nach dem Polizei-Debakel am 30. September sah sich der baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Stephan Mappus so sehr in der Defensive, dass er der Einsetzung seines Parteifreunds Heiner Geißler als Schlichter zustimmte.
Kontrahenten: Der Bahn-Vorstand Volker Kefer als einer der Befürworter-Sprecher...
...und Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer für die Gegnerseite tauschten seitdem in stundenlangen Schlichtungsrunden endlose Argumente aus.
Ministerpräsident Mappus: Für den CDU-Politiker geht es im Konflikt um das Bahnhofsprojekt um seine Wiederwahl im März,...
...bei der sich Grünen-Spitzenkandidat Winfried Kretschmann dank des Rückenwinds durch den S-21-Protest ebenfalls Chancen ausrechnen kann.
Bei der finalen Schlichtungsrunde am Dienstag stieß Kretschmann auf Bahn-Chef Rüdiger Grube.
Für sich persönlich kann Geißler die Schlichtung als Erfolg werten. Er bekam sowohl von den S-21-Befürwortern als auch von den Gegnern Lob für seine Verhandlungsführung.
Auf den letzten Metern gestalteten sich die Verhandlungen zwischen Gegnern und Befürwortern noch einmal schwierig. Mehrere Stunden musste Geißler nach der letzten Gesprächsrunde vermitteln und dann seinen Schlichterspruch überarbeiten, bevor er ihn verkündete.