Stuttgart 21 Schlossgarten hinter Gittern
Protest gegen "Stuttgart 21": Auch in Berlin demonstrierten am Sonntag Gegner des Bahnhofsumbaus.
Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster: Der CDU-Mann wirft den Kritikern des bahnhofsumbaus vor, Ängste zu schüren und Gerüchte zu streuen.
Demonstrieren ja - aber nicht mehr auf der Baustelle: Rund um das Baugelände im Stuttgarter Schlossgarten wurde unter Polizeischutz ein stabiler Zaun errichtet.
Es ist ein Bauzaun der besonderen Art: drei Meter hoch, Stahl, oben nach außen abgewinkelt - nur schwer zu überwinden.
Ein robustes Bauwerk, das signalisiert: Hier wird nicht mehr debattiert oder diskutiert - sondern ab sofort ohne weitere Störung gebaut.
Absperrgitter halten das Volk auf Abstand, die Polizei bewacht einen Sicherheitsstreifen zwischen Park und Baustelle.
Das Fazit der "Stuttgart-21"-Gegner nach dem gewaltsamen Ausgang der Demo vom Donnerstag: Kerzen, zum Friedenszeichen aufgestellt.
Zelt, Sonnenschirm, Liegestuhl: das Camp eines "Parkschützers" im Schlossgarten. Die 2009 gegründete Initiative kämpft vor allem gegen das Fällen von alten Bäumen für "Stuttgart 21" - und hat jetzt Strafanzeige gegen die Bahn-Tochter DB-ProjektBau gestellt - wegen Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz.
Die Baggerarbeiten an der Baustelle wurden gleich am Samstag nach der gewaltsam beendeten Demonstration im Schlossgarten wieder aufgenommen. Die Bauherren haben es eilig.
Auch Bagger und Lastwagen genossen den Schutz der Polizei. Im Hintergrund ist der Bahnhofsturm zu erkennen.
Demonstranten haben im Schlossgarten ein Schild mit ihrer Botschaft an die Kanzlerin aufgestellt: "Frau Merkel. Sie wollen friedliche Demonstrationen, dann sagen Sie das bitte auch Ihren brutalen (Kinder-) Schlägertruppen. Wir waren, sind und bleiben friedlich !"