Stuttgart 21: Schlossgarten hinter Gittern - DER SPIEGEL
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Stuttgart 21 Schlossgarten hinter Gittern

Die Befürworter und Betreiber des Bahnprojekts "Stuttgart 21" fahren zweigleisig: Sie versuchen, die Schuld an der Eskalation dem Gegner in die Schuhe zu schieben - und gegen sich gleichzeitig dialogbereit. Vorsorglich lassen sie außerdem hohe Zäune um die Baustelle errichten.
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Protest gegen "Stuttgart 21": Auch in Berlin demonstrierten am Sonntag Gegner des Bahnhofsumbaus.

Foto: Sean Gallup/ Getty Images
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Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster: Der CDU-Mann wirft den Kritikern des bahnhofsumbaus vor, Ängste zu schüren und Gerüchte zu streuen.

Foto: Marijan Murat/ dpa
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Demonstrieren ja - aber nicht mehr auf der Baustelle: Rund um das Baugelände im Stuttgarter Schlossgarten wurde unter Polizeischutz ein stabiler Zaun errichtet.

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Es ist ein Bauzaun der besonderen Art: drei Meter hoch, Stahl, oben nach außen abgewinkelt - nur schwer zu überwinden.

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Ein robustes Bauwerk, das signalisiert: Hier wird nicht mehr debattiert oder diskutiert - sondern ab sofort ohne weitere Störung gebaut.

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Absperrgitter halten das Volk auf Abstand, die Polizei bewacht einen Sicherheitsstreifen zwischen Park und Baustelle.

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Das Fazit der "Stuttgart-21"-Gegner nach dem gewaltsamen Ausgang der Demo vom Donnerstag: Kerzen, zum Friedenszeichen aufgestellt.

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Zelt, Sonnenschirm, Liegestuhl: das Camp eines "Parkschützers" im Schlossgarten. Die 2009 gegründete Initiative kämpft vor allem gegen das Fällen von alten Bäumen für "Stuttgart 21" - und hat jetzt Strafanzeige gegen die Bahn-Tochter DB-ProjektBau gestellt - wegen Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz.

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Die Baggerarbeiten an der Baustelle wurden gleich am Samstag nach der gewaltsam beendeten Demonstration im Schlossgarten wieder aufgenommen. Die Bauherren haben es eilig.

Foto: Uwe Anspach/ dpa
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Auch Bagger und Lastwagen genossen den Schutz der Polizei. Im Hintergrund ist der Bahnhofsturm zu erkennen.

Foto: ALEX DOMANSKI/ REUTERS
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Demonstranten haben im Schlossgarten ein Schild mit ihrer Botschaft an die Kanzlerin aufgestellt: "Frau Merkel. Sie wollen friedliche Demonstrationen, dann sagen Sie das bitte auch Ihren brutalen (Kinder-) Schlägertruppen. Wir waren, sind und bleiben friedlich !"

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