Fahrbericht Subaru BRZ Der Tieflieger
Flotte Flunder: Für knappe 30.000 Euro steht der neue Subaru BRZ beim Händler. Sein Vierzylinder-Boxermotor ist mit 200 PS kein ausgemachtes Kraftpaket, dafür punktet der der BRZ mit einem überragenden Handling.
Klein-klein: Die Rückbank hat eher symbolischen Charakter. Auf längeren Strecken (also alles, was länger als zwei Kilometer ist) sitzen hier höchstens kleine Kinder bequem und das auch nur hinter einem kleinen Beifahrer. Aber - immerhin.
Heckansicht: Ob man das Design des BRZ mag - darüber kann man streiten. Nicht bestreiten lässt sich, dass es schon länger keinen so dynamisch gestalteten Wagen aus Japan gegeben hat. Für unseren Geschmack hätten die Auspuffrohre gern etwas weniger aufgeplustert ausfallen können.
Das war's dann auch schon: Komfort-Extras sucht man im BRZ vergebens. Elektrische Fensterheber, Klimaanlage - das war's. Dafür wiegt der Wagen aber auch nur 1200 Kilogramm. Und das macht sich nicht nur beim Fahrverhalten bemerkbar, sondern auch beim Verbrauch.
Flügelwerk: Der Spoiler auf dem Heckdeckel ist weniger dazu da, Anpressdruck zu erzeugen, sondern vor allem, um die Luft möglichst sortiert davon ziehen zu lassen. Der BRZ dankt es mit einem CW-Wert von 0,27.
Buh! Es gibt den BRZ auch mit einem Automatikgetriebe. Wer das wählt, bringt sich selber aber um ein sinnliches Erlebnis. Der perfekt positionierte Schaltknüppel mit seinen ultrakurzen Wegen ist das Sahnehäubchen des BRZ - da meißelt jeder Schaltvorgang ein Grinsen ins Gesicht.
Leichtgewicht: Durch den Einsatz hochfester Stähle und den umfassenden Verzicht auf Komfort-Extras kommt der Subaru BRZ auf ein Gesamtgewicht von lediglich 1200 Kilogramm.
Einfach anders: Subaru schwimmt mit seinem Zwei-Liter-Boxermotor gegen den Strom. Während alle Welt auf Turbomotoren setzt, verweigern sich die Japaner der Zwangsbeatmung. Dafür sitzt der Motor sehr tief und sehr weit hinten im Wagen, was einen erheblichen Beitrag zum agilen Handling des BRZ leistet. Und weil der Wagen ziemlich leicht ist, verbraucht das Triebwerk nicht mal viel.
Der verdaut was: Man kann durchaus Dinge verstauen im Subaru BRZ. Gepäck für einen Kurzurlaub oder einen üppigen Einkauf. Bei Bedarf lässt sich sogar die Rücklehne für mehr Kapazität umklappen. Ein Lademeister ist der Wagen aber natürlich nicht - diese Zweitkarriere verhindert schon die klein geratene Hecklappe.
Knopf, Knopf! Es dauert eine Weile, bis man es realisiert, aber auf diesem Lenkrad sitzen keine Knöpfe - es ist einfach nur zum Steuern da. Herrlich! Auch schön: Im ansonsten eher lustlosen Interieur sind die Drehknöpfe für die Klimatisierung mit ihrem coolen Druckpunkt sowie die Kampfflieger-mäßigen Kippschalter in der Mittelkonsole ein echtes Highlight.
Ihr seid so Eighties! Die Instrumente sind nicht gerade ein Augenschmaus, sondern sehen eher aus wie ein Restposten Achtziger-Elektronik. Aber was soll's - die Musik spielt beim BRZ eh vor der Windschutzscheibe. Wer bei diesem Auto Mäusekino glotzt, hat es nicht verstanden.