Sudan Entzweiter Krisenstaat
Die Fahne des Südsudan flattert über einer Menschenmenge in dem Dorf Lauro. Im kommenden Jahr steht ein Referendum an, bei dem entschieden wird, ob sich der Süden vom Norden abspaltet. Umfragen zufolge wird die Entscheidung mit überwältigender Mehrheit für eine Unabhängigkeit des Südens ausgehen.
In diesem Jahr stehen im Sudan die ersten Mehrparteienwahlen seit 24 Jahren an. Der Urnengang ist geprägt von Boykottaufrufen und Vorwürfen der Intransparenz.
In Khartum steht ein Mann vor einem Wahlplakat gegen die südsudanesische Partei Sudan People's Liberation Movement (SPLM). Wer die SPLM wähle, stimme für die "Zerstörung des Sudan", dies sei "gleichbedeutend mit Selbstmord".
Ein Plakat mit dem Konterfei eines SPLM-Kandidaten in Khartum ist zerstört worden.
Chinesische Investoren stehen vor einem Hotel in der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Derzeit dominieren Nordsudanesen und Chinesen das Ölgeschäft im Land - nach einer möglichen Abspaltung des Südens könnte die Macht neu verteilt werden.
Auf dem Land, wie hier in Nasir im Südosten, wissen viele Menschen nichts von den Machtkämpfen in Nord und Süd.
Kinderarbeit ist im Sudan nicht ungewöhnlich. Dieses Mädchen trägt seine kleine Schwester auf dem Rücken, während es selbst in der Nähe von Juba Felsbrocken zerkleinert. Die Steine werden dann für Bauarbeiten verwendet.
In bunten Gewändern und mit ausgehöhlten Kürbissen als Tragegefäßen stehen diese Frauen in Lauro im Südsudan in einer Schlange an. Die Hilfsorgansation World Food Program verteilt in der verarmten Region Lebensmittel.
Dieser Mann trägt bei der Lebensmittelverteilung in Lauro Waffen bei sich.