Sudetenkrise - DER SPIEGEL
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Sudetenkrise Wille zur Eskalation

Objektiv war es ein beispielloser Triumph für Hitler: Am 30. September 1938 sprachen Großbritannien, Frankreich und Italien dem Deutschen Reich das zur Tschechoslowakei gehörende Sudetenland zu. Doch der Verhandlungserfolg war nicht das, was Hitler mit seinen maßlosen Forderungen bezweckt hatte. Von Ulrich Kappenstein
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Münchner Konferenz: Adolf Hitler (M.) steht zwischen Arthur Neville Chamberlain (Großbritannien), Edourad Daladier (Frankreich), Benito Mussolini (Italien) und Graf Galeazzo Ciano (Italien, v.l.n.r.) am 29. September 1938 in München. Die Regierungschefs unterzeichneten ein Abkommen über die Abtretung des sudetendeutschen Gebiets an das Deutsche Reich.

Foto: DPA
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Konferenz in Hitlers Arbeitszimmer: Am 29. September 1938 trafen sich Benito Mussolini, Adolf Hitler, Hermann Göring, Chefdolmetscher Paul Otto Schmidt und Neville Chamberlain (v.l.n.r.) im Führerbau in München. Das Ziel Chamberlains: mit allen Mitteln einen Krieg zu verhindern.

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Unterhändler: Neville Chamberlain (l.) und Benito Mussolini im Gespräch während der Münchner Konferenz im September 1938. Die Konferenz der Großmächte, die den Krieg zwar letztendlich nicht verhinderte, sondern nur hinauszögerte, war ein Vorschlag Mussolinis gewesen.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Heinrich Hoffmann
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Der Ehrengast: Der englische Premierminister Neville Chamberlain schreitet die Front der SS-Ehrenkompanie nach seiner Ankunft auf dem Münchner Flughafen ab. Von rechts nach links: Botschafter Neville Henderson, Chamberlain, Reichsaußenminister von Ribbentrop und Gauleiter Adolf Wagner.

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Nachrichten für die Sudetendeutschen: Plakate im tschechischen Eger während der Sudetenkrise im September 1938. Darunter ein Aufruf des Bürgermeisters, den Geschäftsstreik zu beenden, die Kundmachung des Standrechts für den Bezirk Eger durch die Prager Regierung und ein Aufruf der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP). Bereits am 24. April 1938 waren im "Karlsbader Programm" für die 3,5 Millionen Sudetendeutschen Gleichberechtigung, Autonomie und das Recht auf ein freies Bekenntnis zum deutschen Volkstum gefordert worden.

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Plakate während der Sudetenkrise: Adolf Hitler hatte sich zum Ziel gesetzt, die Sudetendeutschen "heim ins Reich" zu holen. Doch letzten Endes wollte er jedoch nicht nur die von ihnen bewohnten Gebiete in der Tschechoslowakei zu einem Teil des Deutschen Reichs machen, sondern die ganze Tschechoslowakei.

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Händeschütteln über das Abkommen: Der britische Premierminister Neville Chamberlain und Adolf Hitler schütteln sich nach dem Münchner Abkommen die Hände. Hitler hatte mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Prag gedroht, sodass die Koalition aus England, Frankreich und der Tschechoslowakei schließlich nachgab und dem Deutschen Reich die geforderten Gebiete zusprach.

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Trügerischer Frieden: Gemeinsame Erklärung Neville Chamberlains und Adolf Hitlers nach dem Münchner Abkommen. Sie war von Chamberlain vorbereitet worden und beinhaltete die Entschlossenheit Großbritanniens und Deutschlands, niemals mehr Krieg gegeneinander zu führen. Nur wenige Monate später waren dies nicht mehr als leere Worte: Der "German Führer" hatte den zweiten Weltkrieg entfesselt.

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Kurz vor der Konferenz: Eine Aufnahme der Teilnehmer unmittelbar vor Beginn der Münchner Konferenz. Von links nach rechts: der britische Botschafter Neville Henderson, Hermann Göring, Neville Chamberlain, Benito Mussolini, ein Dolmetscher, Adolf Hitler und Edouard Daladier.

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Gegen eine Einigung: Eine tschechische Protestdemonstration gegen das Münchner Abkommen Ende September 1938 in Prag.

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Unterschrift ohne Wert: Adolf Hitler unterzeichnet am 30. September 1938 das Münchner Abkommen. Im Hintergrund sind Mussolini (r.) und Göring im Gespräch zu sehen. Der mit dem Abkommen teuer vom Deutschen Reich erstandene Frieden war jedoch nicht von Dauer. Nur ein knappes Jahr später marschierte die Deutsche Wehrmacht in Polen ein.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Heinrich Hoffmann
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