Südsudan Ewiger Kampf gegen die Hungerkatastrophe
Der Erdölstaat Südsudan konnte sich nach zwei blutigen Kriegen am 9. Juli 2011 vom Sudan loslösen. Seit Juli 2012 treibt der Uno-Koordinator für die Humanitäre Hilfe vor Ort, Toby Lanzer, die United Nations Mission in South Sudan (Unmiss) voran.
Unmiss hilft zum Beispiel in Malakal Flüchtlingen, die während der Kriege nach Uganda, Äthiopien oder Kenia flohen.
Am 24. Dezember 2013 beschloss der Uno-Sicherheitsrat, Unmiss auf 13.800 Personen aufzustocken, um die Zivilbevölkerung vor Übergriffen rivalisierender Truppen besser schützen zu können. Auf dem Foto besucht Toby Lanzer ein Flüchtlingscamp in Bentiu.
Staatspräsident ist Salva Kiir Mayardit von der Partei SPLM. Er wurde im August 2005 offiziell zum Nachfolger des verstorbenen John Garang erklärt und als Übergangspräsident der autonomen Region Südsudan und Übergangsvizepräsident des Sudan vereidigt.
Auch im Uno-Flüchtlingscamp Tomping bei Juba suchen zehntausend Menschen Zuflucht. Die Flüchtlinge leben dort unter freiem Himmel oder unter Plastikplanen. Außerhalb des Camps, in Juba, könnten sie jederzeit wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit ermordet werden.
Den Einsatz gegen den Krieg in Südsudan will Uno-Koordinator Toby Lanzer nicht aufgeben: "Ich muss mir die Hoffnung erhalten", sagt er. "Wenn ich keine Hoffnung mehr hätte, sollte ich aufhören."