Suitman unterwegs: Warum ein Mann die Welt im schwarzen Anzug bereist - DER SPIEGEL
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Reise im schwarzen Anzug Suitmännlein im Walde

Ob Almwiesen, der Grand Canyon oder die mongolische Steppe - wer an Orten wie diesen Anzug trägt, fällt auf. Und genau das will Young Kim. Der Amerikaner reiste zwei Jahrzehnte lang im feinen Zwirn durch die Welt, auf der Suche nach seiner Identität.
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Suitman in Christchurch, Neuseeland: Zwanzig Jahre lang reiste Young Kim in einem schwarzen Anzug um die Welt. Der heute 52-Jährige ist Weltenbummler und Werbefilmer, versteht sich aber auch als "lebendes Kunstwerk".

Foto: Suitman aka Young Kim
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Fotopause unterm Dinosaurier: Young Kim wurde 1960 in Südkorea geboren, seine Eltern sind mit ihm nach Boston ausgewandert, als er zehn Jahre alt war. "Als Teenager wollte ich unbedingt wie die anderen sein", sagt Kim über seine Jugend in den USA. "Ich gab mich amerikanisch, gab alles dafür, mich anzupassen, doch ich sah nun mal anders aus."

Foto: Suitman aka Young Kim
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Ankunft in Asien: Kim machte sich auf die Suche nach seiner Identität - er reise nach Korea und Japan. Das Bild zeigt den heute 52-Jährigen am Bahnhof von Nagano.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Suitman in Addis Abeba: Als Werbefilmer war Kim immer viel unterwegs. Meistens in einem schwarzen Sakko und dazu passender Hose. "Ich habe es früher gehasst, Anzüge zu tragen", sagt Kim. "Ich habe mich vor diesem Outfit gefürchtet."

Foto: Suitman aka Young Kim
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Seine Bewältigungsstrategie: Er fing an, den Anzug nicht nur auf Geschäftsreisen zu tragen. Sondern stets und überall - egal, ob beim Angeln, beim Reifenwechsel oder auf seinen privaten Reisen.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Suitman vor Tempeltrümmern in Athen: Young Kim fing an, sein Unterwegssein mit einem Fotoapparat festzuhalten. Er klebte die Schnappschüsse in Tagebücher, die dicker und dicker wurden.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Foto mit Pferden: Auch in der mongolischen Steppe ließ sich Kim im Anzug fotografieren.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Pferderennen in Altadena, Kalifornien: "Die Leute fanden mich merkwürdig", sagt Kim.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Suitman in Europa: An einer Amsterdamer Straßenecke setzte sich Young Kim in einen Holzschuh.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Kim mit Kindern: Vor dem Taj Mahal musste der Weltenbummler zwei Stunden in der Schlange stehen. Ein Kind fragte ihn, warum er einen schwarzen Anzug trug. Er erklärte, dass er auf diese Weise seine Abneigung gegen Anzüge überwinde. Als er ein Foto von sich und dem Kind machen wollte, stürmten so viele Freunde ins Bild, dass der Suitman fast nicht mehr zu sehen ist.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Ein Suitmännlein steht im Walde: In Kyoto, Japan, ging Young Kim zwischen hohen Bäumen spazieren.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Steinernes Versteck: Auf der Suche nach der eigenen Identität reiste Young Kim um die ganze Welt.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Auch in Bayern trat der Suitman vor die Kamera: "Ich hatte mal eine Freundin aus München", sagt Young Kim.

Foto: Suitman aka Young Kim
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Besuch im Bierkeller: "Ich habe das Verlangen nach Zugehörigkeit verloren", sagt Kim. "Ich wollte nur noch meine eigene Welt schaffen."

Foto: Suitman aka Young Kim
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Kloster in Tibet: Die Erkenntnis, auch in Asien "herauszustechen wie ein Fremdkörper", traf Kim hart.

Foto: Suitman aka Young Kim
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?