Sumatra Einsatz im Erdbebengebiet
Erdbebengebiet Padang: Eine Frau steht verzweifelt vor ihrem zerstörten Haus in West Sumatra.
Unter den Trümmern in Indonesien vermutet die Uno bis zu 4000 Verschüttete.
Einer der wenigen Lichtblicke: Indonesische Soldaten können am Freitag die 20-jährige Ratna Kurin Sari nach mehr als 40 Stunden aus den Trümmern der Fremdsprachenschule von Padang retten.
Indonesische Soldaten krabbeln in Padang unter die Trümmer eines eingestürzten Gebäudes: Am Mittwoch hatte ein Beben der Stärke 7,6 Sumatra erschüttert. Allein in der 900.000-Einwohner-Stadt Padang sind wahrscheinlich mehr als 500 Gebäude eingestürzt oder beschädigt.
Erschöpft und von Staub bedeckt wurde Sari sofort auf eine Trage gelegt und in eines der überfüllten Krankenhäuser der Hafenstadt im Westen der Insel Sumatra gebracht.
Die Rettungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig. Da schwere Baumaschinen wie zum Beispiel Bagger fehlen, ist es vielfach unmöglich, die riesigen Betonplatten wegzuheben, die auf den Trümmern liegen.
Die Krankenhäuser sind so überfüllt, dass die Verletzen in Zelten behandelt werden.
Mit bloßen Händen: Eine deutsche Helferin und ihr Rettungshund suchen in den Trümmern des eingestürzten "Ambacang"-Hotels nach Opfern.
Rettungskräfte suchen in den Trümmern einer Schule nach Opfern. Beton und Geröll sind tonnenschwer, manche Helfer graben mit bloßen Händen nach Überlebenden. Außerdem behindern Stromausfälle die Arbeiten.
Aus Angst vor weiteren Nachbeben haben Tausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien verbracht.
Die Rettungskräfte in Padang kämpfen nicht nur gegen ihre Erschöpfung an - sie ärgern sich über fehlende Ausrüstung und ...
Trauer und Schmerz: Der elfjährige Gonrizal hat das Erdbeben überlebt und wird in einem Feldlazarett behandelt.
... sind zugleich mit dem Leid der Menschen konfrontiert, die verzweifelt auf ein Lebenszeichen ihrer Angehörigen warten.
Bergungshelfer ziehen indes immer mehr Leichen aus den Trümmern. Das Wohlfahrtsministerium gab die offizielle Totenzahl am Freitag mit 777 an und sprach von 2100 teils lebensgefährlich Verletzten. Tausende werden noch vermisst.
Den Helfern läuft inzwischen auch bei der Bergung der Toten die Zeit davon: In der tropischen Hitze beginnen die Leichen zu verwesen. In den Moscheen wurden Vorbereitungen für Massenbeisetzungen getroffen.
Ein Polizist vor dem Trümmern des fünfstöckigen "Ambacang"-Hotels. Es wird befürchtet, dass darunter noch Dutzende Menschen verschüttet sind.
Es war das schwerste Beben in Indonesien seit Mai 2006, als in der Stadt Yogyakarta mehr als 3000 Menschen ums Leben kamen.
Die Menschen stehen vor dem Nichts: Auch in dem Dorf Lima Koto am Rande von Padang wurden zahlreiche Häuser zerstört, ...
... in Padang sitzt ein Mann vor den Trümmern einer Existenz.
Auf dem Markt in Padang kaufen die Überlebenden Lebensmittel.
Aus aller Welt treffen inzwischen tonnenweise Hilfsgüter wie Wasser, Medikamente und Lebensmittel in Indonesien ein. Auf einer Militärbasis in der Hauptstadt Jakarta beladen Helfer ein Flugzeug für die Krisenregion.
Indonesische Soldaten gehen in Jakarta an Bord eines Flugzeugs, das sie in das Erdbebengebiet auf Sumatra fliegen wird.