Sumo-Ringen: Knallharter Traditionssport - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Sumo-Ringen Knallharter Traditionssport

Sie traktierten einen 17-Jährigen mit Bierflaschen und Baseballschlägern, so lange, bis er tot zusammensackte. Jetzt verurteilte ein Gericht in Zentraljapan drei Sumo-Ringer für ihre brutalen Lehrmethoden - zu Bewährungsstrafen.
1 / 8

Masato Saito, Vater des 17-jährigen Takashi Saito, der im Juni 2007 starb: Während des Trainings war der Teenager von drei erwachsenen Kameraden mit Bierflaschen und Baseballschlägern verprügelt worden. Sein Vater zeigte sich von den Bewährungsstrafen für die Täter enttäuscht: "Ich bin nicht zufrieden, aber ich akzeptiere die Entscheidung des Gerichts."

Foto: REUTERS
2 / 8

Beim Start des Hawaii Grand Sumo Tournament in Honolulu, Hawaii, wird ein junger Ringer "vorgeführt": In der archaischen Welt des Sumo gelten noch immer rigide Gesetze. Viele junge Sportler brechen ihre Ausbildung deshalb vorzeitig ab. Auch der von drei Trainingskameraden in Zentraljapan getötete Takashi Saito floh zweimal aus der Sporthalle - und kehrte doch jedes Mal wieder zurück.

Foto: REUTERS
3 / 8

Weltmeister Emanuel Yarbrough aus den USA bei einem Show-Auftritt mit einem Junior-Herausforderer. Knaben, die zu Sumo-Ringern ausgebildet werden, leben und wohnen in den sogenannten Heya, den Sumo-Schulen. Im Alter von etwa 15 Jahren beginnen die Rikishi ("Kraftmensch") ihre Laufbahn in der untersten Liga. Professionell gerungen wird in der Regel bis zum 30. oder 40. Lebensjahr. Danach machen die meisten Sumatori als Sportfunktionäre, Trainer oder Schiedsrichter weiter.

Foto: AP
4 / 8

Der in der Mongolei geborene Champion Yokozuna Asashoryu (l.) beim Ringeintrittsritual

Foto: REUTERS
5 / 8

Januar 2008 in Tokio: Asashoryu im Kampf mit seinem japanischen Konkurrenten Kisenosato beim Grand Sumo-Neujahrswettkampf

Foto: AFP
6 / 8

Tradition: Der Sumo-Champion muss zu Neujahr das "Dohyo-iri"-Ritual am Meiji-Schrein aufführen, eine symbolische Reinigung des Sparrings.

Foto: Getty Images
7 / 8

"Grand Sumo" in Tokio 2008: Asashoryu wird von Kisenosato aus dem Ring geschoben.

Foto: AFP
8 / 8

Missgeschick beim Kampf des Japaners Takayuki Ichihara gegen den Neuseeländer William Pirimi Perenara im Jahr 2005 in Duisburg.

Foto: AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?