Super-Sonic-Flieger - DER SPIEGEL
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Super-Sonic-Flieger Wahnwitz über den Wolken

Die Zukunft des Reisens war kurz und teuer: Concorde und Co sollten in den Siebzigern Überschallreisen zum Alltag machen, doch die Entwickler kamen sich mächtig in die Quere. Heute fliegen Linienjets wieder unterhalb der Schallmauer - aber der Jetset-Traum lebt.
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Amerikanisches Modell: Boeing entwickelte 1966 diesen Vorschlag für ein Überschall-Verkehrsflugzeug. Die B-2707 sollte ihre Flügel schwenken können, je nach Geschwindigkeit. Bei langsameren Geschwindigkeiten im Unterschall-Bereich sollten die Flügel so wie bei üblichen Verkehrsflugzeugen anstehen (siehe kleines Flugzeug auf dem Bild).

Vor allem im Überschall-Bereich sollten die Flügel zu einem Dreieck, also einem Deltaflügel, zurückgeklappt werden. Von den variablen Tragflächen versprachen sich die Ingenieure bessere Flugeigenschaften für die B-2707, die je nach Geschwindigkeit unterschiedliche Anforderungen an die Aerodynamik stellen.

Allerdings verwarf Boeing diesen Vorschlag wieder, weil das Gewicht des Flugzeuges damit zu hoch geworden wäre.

Foto: NASA
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Debütantin: Das Überschallflugzeug Tupolew Tu-144 wird am 21. Mai 1969 auf dem Moskauer Flughafen vorgestellt.

Foto: dpa
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Nagelneue Concorde: Eine Concorde rollt am 1. September 1968 in Filton (England) vom Band. auf dem Gelände der British Aircraft Corporation haben sich viele Schaulustige versammelt.

Foto: Getty Images
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Boeing im Windkanal: Das Boeing-Überschallmodell 2707 im Jahr 1973 im Windkanal des Langley-Forschungszentrums der NASA in Hampton (Virginia). Die Flügel stehen in "Low Speed Position". Beim Überschallflug sollten sie dann nach hinten geklappt werden.

Foto: NASA
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Silberner Flitzer der Lüfte: Eine Concorde der British Airways bei ihrem letzten Start vom Flughafen Heathrow in London am 23. Oktober 2003.

Foto: Getty Images
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Concorde-Hostessen: Stewardessen verschiedener Fluggesellschaft posieren vor einem maßstabgetreuen Modell der Concorde.

Foto: Keystone/ Hulton Archive/ Getty Images
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Kunstflug: Eine Concorde, flankiert von den Red Arrows der Royal Airforce, am 1. Juli 1999 bei einer Luftparade über dem schottischen Parlament in Edinburgh.

Foto: dpa
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Tupolev mit Nasa-Equipment: Eine russische Tupolew Tu-144LL startet am 29. November 1996 von einem Flugfeld in Schukowski (Russland) in die Lüfte. Der Zusatz LL steht für Letayuschaya Laboratoriya - Fliegendes Labor. Nachdem das Flugzeug knapp zwanzig Jahre eingemottet gewesen war, wurde es zwischen 1995 und 1996 von Tupolew und der NASA wieder in einen flugfähigen Zustand gebracht, um Daten für ein mögliches zukünftiges Überschallpassagierflugzeug zu messen.

Foto: AP
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Bootsausflug: Eine Concorde der British Airways wird am 25. November 2003 in das Intrepid Air and Space Museum in New York überführt. Am 24. Oktober desselben Jahres absolvierte sie ihren letzten Flug.

Foto: Stephen Chernin / Getty Images
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Testpassagiere: Passagiere sitzen am 24. Februar 1967 Probe in einem Concorde-Modell auf dem Gelände der British Aircraft Corporation in Filton bei Bristol.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Abschied: Eine Gruppe Schaulustige wohnt dem letzten Start der Concorde am 24. Oktober vom John-F.-Kennedy-Flughafen in New York bei.

Foto: Getty Images
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Ausstellung: Während der Moskauer Internationalen Flug- und Weltraumschau am 22. August 2007 stehen die Menschen auf einem Flugfeld vor einer alten Tupolew Tu-144 Schlange, um diese zu besichtigen.

Foto: AP
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Ausgeträumt: Schaulustige betrachten am 5. Juni 1973 das in einem Feld bei Goussainville (Frankreich) liegende große Cockpitwrack einer zwei Tage zuvor abgestürzten Tu-144. Bei dem Absturz starben 14 Menschen.

Foto: dpa
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Unglücksstelle: Teile des Rumpfes der abgestürzten Tupolew-144 liegen in Goussainville (Frankreich) zwischen den Ruinen von Häusern, die durch den Absturz der Überschallmaschine am 3. Juni 1973 zerstört wurden.

Foto: AP
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Concorde in Brand: Am 25. Juli 2000 wurde der Reifen einer Air-France-Concorde beim Start in Paris von einem Stück Metall zerfetzt. Herumfliegende Gummiteile durchlöcherten die Tragfläche und auslaufendes Kerosin geriet in Brand. Wenig später stürzte die Maschine über Gonesse bei Paris ab.

Foto: AP
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Concorde-Absturz: Am 25. Juli 2000 stürzte eine Concorde kurz nach dem Start auf ein Hotel in Gonesse bei Paris ab. Bei dem Unglück kamen alle 109 Menschen an Bord und vier Bewohner des Hotels ums Leben.

Foto: dpa
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Flug 216: Die Concorde startet am 26. November 2003 vom Londoner Flughafen Heathrow zu ihrem letzten Flug. Anschließend wurde sie dem Luftfahrtmuseum in Filton übergeben.

Foto: REUTERS
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Flugzeugsilhouetten: Die beiden Überschallflugzeuge Tupolev Tu-144 (l.) und Concorde stehen im Technik-Museum in Sinsheim.

Foto: dpa
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Concorde-Reinigung: Pfadfinder besichtigen (und putzen) 1978 auf dem Londoner Flughafen Heathrow eine Concorde.

Foto: Getty Images
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"Königin der Lüfte": Der letzte Passagierflug der Concorde von British Airways am 24. Oktober 2003.

Foto: Getty Images
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Letzte Landung: Landung nach dem letzten kommerziellen Flug der British-Airways-Concorde am 24. Oktober 2003 in London.

Foto: Getty Images
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Rasanter Start: Eine Concorde der British Airways startet am 22. Oktober 2001 vom Londoner Flughafen Heathrow zum ersten Transatlantikflug nach dem Concorde-Absturz im Juli 2000.

Foto: dpa
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Gelandet: Eine Concorde der British Airways am 5. November auf der Landebahn des Boeing-Geländes in Seattle (USA).

Foto: Getty Images
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Flugzeuge auf dem Dach: Im Technikmuseum Sinsheim stehen Tu-144 (vorne) und Concorde seit 2004 direkt hintereinander. Das Museum kaufte die Concorde für einen symbolischen Euro, nachdem die Air France den Betrieb des Überschallflugzeugs eingestellt hatte. Die Aufnahme vom 17. März 2004 zeigt, wie die Maschine auf dem Museumsdach neben der russischen Tupolew platziert wird.

Foto: dpa
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Landendes Labor: Eine Tupolew Tu-144LL "Flying Laboratory" landet nach einem Testflug im September 1998 auf dem Rollfeld des Air Development Centers in Schukowski (bei Moskau).

Foto: NASA
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Überschallflieger unter sich: Auf dem Rollfeld des Air Development Center in Schukowski (Russland) stehen im September 1998 die Tupolew Tu-144LL "Fliegendes Labor (vorne, mit abgeknickter Nase) und eine alte Tu-144D. Die Tu-144LL war nichts weiter als eine wieder in Betrieb genommene und umgerüstete Tu-144D.

Sowohl bei Tu-144 als auch Concorde fuhren die Piloten die "Nase" ihres Fliegers beim Landen nach unten, um besser nach draußen sehen zu können. Im Flug klappte die Nase einerseits wegen der Aerodynamik nach oben, und andererseits, um im Überschall-Flug die Fenster des Cockpits zu schützen, die dem Druck nicht standgehalten hätten. Das allerdings brachte für die Piloten den Nachteil mit sich, dass sie aus den schmalen übrig bleibenden Sichtschlitzen kaum etwas sahen.

Foto: NASA
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Vor dem Start: Das erste unbemannte Zwölf-Meter-Modell des japanisch-französischen Überschallfliegers vor einem Testflug am 10. Oktober 2005 im südaustralischen Woomera. Wenn alles nach Plan verläuft soll der Überschalljet 2025 für den Liniendienst bereit sein. Er könnte dann 300 Menschen befördern und wird etwa 104 Meter lang sein.

Foto: dpa
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