Superman - DER SPIEGEL
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Superman Der allmächtige Pfadfinder

Zack! Boom! Krach! Der Vater aller Superhelden feiert Doppelgeburtstag - vor 70 Jahren rettete der Tiefflieger in blauen Strumpfhosen im Comic zum ersten Mal die Erde, vor 30 Jahren hob er auch in Hollywood ab. Doch heute hat Superman ein Image-Problem. Benjamin Maack verteidigt den Superstreber - und erzählt die tragische Geschichte seiner Schöpfer.
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Wie aus Schienen: Superman (Christopher Reeve) hilft in dem gleichnamigen Film von 1978 als Eisenbahnschiene aus, um die Insassen eines Zuges zu retten.

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Lois Lane und Superman: In dem Comic "Die Rückkehr" von 2004 hat der Zeichner Jim Lee nicht nur dem strahlenden Helden einen düsteren Anstrich verpasst, sondern auch Supermans großer Liebe Lois Lane eine ganze Ecke mehr Sex-Appeal auf den Leib getuscht.

Foto: PANINI Verlags-GmbH
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Genau wie im Comic: Faust nach vorn, entschlossener Blick - so kannten und liebten die Fans ihren Superman aus den Comics. Der Film von 1978 setzte diese Flugszenen erstmals glaubwürdig um - und inspirierte mit diesem "Realismus" spätere Comic-Verfilmungen wie "X-Men" oder "Spider-Man".

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Die Nummer 1: Jahrelang hatten die "Superman"-Erfinder Jerry Siegel und Joe Shuster versucht, einen Verlag für ihre Comic-Idee zu finden. Als die beiden dann endlich einen Vertrag unterschrieben, verkauften die Beiden damit alle Rechte an ihrem Superhelden für 130 Dollar. Doch immerhin erschien endlich ihr Comic - als die erste Ausgabe der "Action Comics" im Juni 1938.

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Identitätskrise: Autor Brian Azzerello und Zeichner Jim Lee versuchten mit dem Comic "Superman - Die Rückkehr" von 2004, dem strahlenden Helden eine dunkle Seite zu verpassen.

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Wagenheber: Gerade von seinem Heimatplaneten Krypton auf der Erde angekommen, stemmt der junge Clark Kent (Jeff East) in dem "Sperman"-Film von 1978 schon ein Auto. Hinten im Bild erschrecken sich seine späteren Pflegeeltern Jonathan (Glenn Ford) und Martha Kent (Phyllis Thaxter).

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Der wahre Superman: Christopher Reeve (1952-2004), wurde als Superman in vier Filmen zwischen 1978 und 1987 weltberühmt. Seit einem Reitunfall war Reeve vom Hals abwärts gelähmt und setzte sich seitdem zusammen mit seiner Frau für Menschen mit Behinderungen ein. Hier: Reeve und seine Frau Dana bei einem Benefizkonzert am 12. Januar 1997 zugunsten der "Christopher and Dana Reeve Foundation" im McCarter Theatre in Princeton (New Jersey).

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Völlig schwerelos: Christopher Reeve als Superman über den Dächern von Metropolis in "Superman", dem Film von 1978.

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"Superman"-Erfinder Siegel: Jerry Siegel (1914-1996) mit der Royal Schreibmaschine, auf der er seine frühen "Superman"-Geschichten schrieb, in einer Aufnahme aus den neunziger Jahren. Der Comicautor Siegel war Miterfinder des Comichelden Superman.

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"Superman"-Erfinder Shuster: Der US-amerikanische Comiczeichner Joe Shuster (1914-1992) posiert am 18. November 1975 in New York mit zahlreichen "Superman"-Comics. Zusammen mit dem Comicautoren Jerry Siegel hatte Shuster den Comichelden 1933 erschaffen - und fünf Jahre später die Rechte an Superman für nur 130 Dollar verkauft.

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Supermans Ende?: "The Death Of Superman" von 1992 gehört zu den meistverkauften Superman-Comics überhaupt. Kein Wunder. Der Mann aus Stahl lieferte sich hier den wohl spektakulärsten Kampf seiner Geschichte. In Deutschland erschien die Story unter dem Titel "Der Tag an dem Superman starb".

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Sammlerstücke: Vincent Zurzolo, der Mitinhaber des New Yorker Edel-Comic-Shops Metropolis Collectibles, zeigt am 10. Juli 2003 drei Sammlerstücke aus seinem gewaltigen Angebot - unter Anderem die erste Ausgabe von "Superman".

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Kirk Alyn als "Superman": Der US-amerikanische Schaupieler Kirk Alyn (1910-1999) posiert 1948 als Superman. Nach dem großen Erfolg der "Superman"-Zeichentrickserie von 1941 startete 1948 "The Adventures of Superman" mit realen Schauspielern.

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Superman-Fan Hillary: Hillary Clinton, damals noch First Lady der USA, präsentierte am 2. August 1999 im Roosevelt Room des Weißen Hauses ein "Superman"-Comic, auf dessen Cover der Superheld gerade eine Landmine entdeckt. Das Comic wurde im Kosovo ausgeteilt, um dort das Bewusstsein der Kinder für Landminen zu schärfen.

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Extra-Ausgabe zur Leseförderung: Diese Sonderausgabe der "Action Comics" von 1945 wurde eigens gedruckt, um von der US-Navy zur Förderung der Lesefähigkeiten eingesetzt zu werden.

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Superman in Metropolis: Eine Statue des Superhelden thront auf einem Platz in der 6.500-Einwohner-Stadt Metropolis in Illinois.

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Beschützer im Strampelanzug: Superman (George Reeves, 1914-1959) stellt sich schützend vor die Reporterin Lois Lane (Phyllis Coates), während ein Mann seine Waffe auf ihn richtet. Eine Szene aus der Serie "The Adventures of Superman" (USA 1952).

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Vertrackte Dreiecksbeziehung: Clark Kent (Christopher Reeve) schiebt sich schüchtern durch den Türspalt in die Wohnung von Lois Lane (Margot Kidder). Er ist in die Reporterin verliebt, doch Lois will nur Superman. Doch jetzt wird's richtig kompliziert: Clark ist der Held in Blau und Rot. Eine Filmszene aus "Superman", dem Film von 1978 (USA/GB). Regie führte Richard Donner.

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"64 Seiten Action": Superman ist der Vater aller Helden mit übernatürlichen Kräften. Das Cover eines amerikanischen "Superman"-Comics aus den dreißiger Jahren verspricht "Die ganze Geschichte der wagemutigen Heldentaten des einzigartigen Superman." Und das auch noch komplett in Farbe.

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"Die Welt am Abgrund": Christopher Reeve alias Superman fliegt mit Lois Lane (Mariel Hemingway) im vierten Teil der Superman-Filmreihe "Superman IV - Die Welt am Abgrund" (USA/GB 1987) durchs Weltall.

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Denkmal in Berlin: Auch Helden haben mal einen schlechten Tag. Denkmal in der Nähe des Invalidenparks.

Foto: Torsten Lang
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?