Supervulkane Magmamonster in aller Welt
Unter dem Yellowstone-Nationalpark: Die Quelle des Vulkans liegt in wenigstens 440 Kilometer Tiefe: Von dort wächst eine 80 Kilometer breite heiße Säule bis in 60 Kilometer Tiefe. Wie eine Herdplatte wärmt der platte, fast 500 Kilometer breite Kopf der Säule darüberliegendes Gestein. Durch Spalten quillt Magma nach oben, es sammelt sich in einer Kammer in 20 bis 45 Kilometer Tiefe, die nun erstmals kartiert wurde. Ihr heißer Inhalt könnte den Grand Canyon elfmal füllen.
Heiße Schwefelquellen im Yellowstone: Die Magmahitze des Untergrunds wärmt Grundwasser. Schwefel und andere vulkanische Substanzen färben die heißen Quellen.
Supervulkan Yellowstone: Unter dem US-Bundesstaat Wyoming brodelt so viel Magma, dass Supereruptionen drohen.
Toba-See in Indonesien - auch unter ihm schlummert ein Supervulkan. Bei der letzten Eruption stürzte der Boden auf großer Fläche ein. Der gigantische Krater füllte sich mit Wasser.
Horizontale Magmakammern unterhalb des Toba-Kraters: Vor der Supereruption vor 74.000 Jahren lagen die flachen Magmapfannkuchen auch in den oberen sieben Kilometern, meinen Forscher. "Crust" bezeichnet auf der Grafik die Erdkruste, "Mantle" den Erdmantel.
Blick vom Kraterrand auf die Toba-Caldera, Indonesien: 2800 Kubikkilometer Magma schossen dort vor 74.000 Jahren aus der Erde - die Menge entspricht dem 2800-Fachen des Mount St. Helens 1980 bei einer der größten Eruptionen des 20. Jahrhunderts.
Uturuncu im Süden Boliviens: Der 6000 Meter hohe Vulkan schien erloschen, sein Lavagestein verrät, dass sein letzter Ausbruch fast 300.000 Jahre zurückliegt. Doch nun regt sich der Riese - und könnte sich ebenfalls in einen Supervulkan verwandeln.
Radardaten zeigen: Auf einer Fläche, die zehnmal so groß ist wie der Bodensee, schwillt der Uturuncu kreisförmig an. Vor allem die Größe des Hebungsgebietes macht Forschern Sorgen.
Supervulkan an der Bucht von Neapel, Süditalien: Die Phlegräischen Felder verraten sich durch die kleinen Krater. Der Kegel gehört dem Nachbarvulkan Vesuv - dazwischen liegt die Metropole Neapel.
Santorin, Griechenland: Eine riesige Eruption sprengte 1650 vor Christus die halbe Insel weg. Auch der Vulkan Santorin könnte zu Supereruptionen fähig sein.
Ausbruch des Ätna in Italien: Die meisten Vulkaneruptionen bleiben örtlich begrenzt, sie wirken sich nur in der Umgebung des Vulkans aus.
Heiße Quelle im Yellowstone-Nationalpark: Als Supervulkane gelten laut Fachbuch Feuerberge, wenn sie mit einem Mal mehr als tausendmal so viel Material ausspucken können wie der Mount St. Helens 1980 in den USA bei einer der größten Eruptionen des 20. Jahrhunderts.