Washington Proteste gegen Kavanaugh-Wahl
Der US-Senat hat Brett Kavanaugh als Richter für den Supreme Court bestätigt. Die Abstimmung brachte Hunderte Protestanten auf die Straße.
Drei Frauen werfen Donald Trumps Favoriten auf den Richterposten sexuellen Missbrauch vor. So kamen denn auch überwiegend weibliche Demonstranten auf den Vorplatz des Obersten Gerichtshofs in Washington. Polizisten nahmen zahlreiche von ihnen fest.
Dutzende Polizeibeamte versuchen, den Tumult an der Ostfront des US-Kapitols zu besänftigen.
"KAVA-NO" heißt es auf Plakaten der Protestanten und "Ich glaube Frauen". Mit lauten Rufen versuchten die Demonstranten, die Berufung noch zu verhindern. Nicht nur die sexuellen Missbrauchsvorwürfe lösten Kritik an dem Richter aus. Laut der Republikanerin Lisa Murkowski sei Kavanaugh zwar "ein guter Mann", aber nicht für den Job geeignet.
Die Protestantin Deborah Ramirez wirft Kavanaugh vor, sie während der gemeinsamen Studienzeit sexuell belästigt zu haben. Zudem kritisierte sie die Arbeit der FBI-Ermittler in ihrem Fall: Zeugen, die ihre Schilderungen bestätigen könnten, dürften nicht gegen den Richter aussagen.
Die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand sagte im Senat, ihre Kolleginnen und Kollegen hätten bei der Abstimmung über Kavanaugh eine fundamentale Frage zu beantworten: "Welchen Stellenwert haben Frauen in diesem Land?" Auch das finale Votum im US-Senat wurde von Protestrufen gestört und musste mehrfach unterbrochen werden.