Angriffe auf Ost-Ghuta Aleppo 2.0
Rauchsäulen über Ost-Ghuta: Seit dem Wochenende verschärfen die russische und die syrische Luftwaffe ihre Angriffe auf das Gebiet am Stadtrand von Damaskus.
Die Zivilisten sind den Bombardements schutzlos ausgeliefert. Bunker gibt es nicht, sie suchen Zuflucht in Kellern.
Helfer versuchen, die Überlebenden der Angriffe zu retten. Sie müssen schnell sein: Oft lässt das Regime dem ersten Luftschlag einen zweiten folgen, um die Retter zu treffen.
Der Bombenterror ist Alltag für die Menschen in Ost-Ghuta. Das Gebiet ist knapp hundert Quadratkilometer groß.
Das Kinderhilfswerk Unicef veröffentlichte angesichts der Lage in Ost-Ghuta eine Pressemitteilung mit nur einem Satz: "Keine Worte können den Kindern, Müttern, Vätern und ihren Angehörigen gerecht werden."
Teilweise versuchen die Helfer mit bloßen Händen Verschüttete zu retten.
Viele Kinder in Ost-Ghuta haben etwas anderes als ein Leben im Belagerungszustand nie kennengelernt: Seit 2013 haben Regierungstruppen das Gebiet umzingelt.
Baschar al-Assad lässt Städte bombardieren, die nur etwa zehn Kilometer von seinem Präsidentenpalast in Damaskus entfernt liegen.
Am Wochenende drohte der syrische Brigadegeneral Suhail al-Hassan den Eingeschlossenen in Ost-Ghuta: "Wenn ihr nach Hilfe schreit, wird euch niemand hören."
Allein am Montag wurden laut Helfern in Ost-Ghuta fünf Krankenhäuser bombardiert. Diese Angriffe, die als Kriegsverbrechen zu werten sind, sollen die Eingeschlossenen terrorisieren.
Ein Ende der Luftangriffe ist nicht in Sicht. Vermutlich sind die Bombardements nur Vorboten einer Bodenoffensive.