Syrien Angst vor der Winter-Katastrophe
Alltag in der Ost-Ghuta am Stadtrand von Damaskus: Täglich bombardiert das syrische Regime das Gebiet, in dem Hunderttausende Menschen eingeschlossen sind.
In den vergangenen Tagen erlebte Ghuta die schwersten Kämpfe des Jahres. Offenbar bereitet Diktator Baschar al-Assad den Sturm auf das Gebiet vor.
Landesweit leben derzeit 200.000 Kinder in belagerten Gebieten.
Die Krankenhäuser in Ost-Ghuta sind vollkommen überlastet. Wegen der Kämpfe scheuen viele Patienten ohnehin den Weg ins Hospital.
Auf einem Gräberfeld in Ost-Ghuta werden die Toten beigesetzt.
Ende November ließ Assad zuletzt einen Hilfskonvoi in das belagerte Gebiet. Die Hilfslieferungen, die in den vergangenen beiden Monaten in die belagerten Vororte von Damaskus gelangten, reichten gerade einmal für 68.000 Menschen.
In Ost-Ghuta sind einer neuen Unicef-Untersuchung zufolge fast zwölf Prozent der Kleinkinder unter fünf Jahren akut mangelernährt - im Januar dieses Jahres waren es rund zwei Prozent.
"Zur Kriegs-Katastrophe darf nicht noch eine Winter-Katastrophe hinzukommen", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland.