Kriegsschäden Syrien - ein verwüstetes Land
Diese Visualisierung von Unitar-Unosat, dem Satellitenbeobachtungsprogramm der Vereinten Nationen, zeigt die Zerstörungen in Ost-Ghuta, am östlichen Stadtrand von Damaskus. Während das Zentrum der syrischen Hauptstadt kaum in Mitleidenschaft gezogen wurde zeigen sich schwere Zerstörungen in den Vororten, die von Rebellen gehalten wurden. Je wärmer das Farbbild, desto schwerer die Zerstörung.
Ähnlich sieht es in Aleppo aus: Im Osten der Stadt wurden 36.000 Häuser beschädigt. Der ununterbrochen von der Regierung beherrschte Westteil ist weitgehend unbeschädigt geblieben.
Rakka war über Jahre die inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Über Jahre haben die westliche Anti-IS-Allianz sowie russische und syrische Luftwaffe die Stadt am Euphrat bombardiert, dann folgten Artillerieangriffe und schließlich eine Bodenoffensive des Milizenbündnisses "Syrische Demokratische Kräfte" (SDF). Mehr als 12.000 Häuser in der Stadt sind zerstört oder schwer beschädigt worden.
Deir al-Sor war über Jahre umkämpft zwischen IS und Regierungstruppen. Hier sind die Zerstörungen weniger stark als in anderen Städten - trotzdem liegen Tausende Gebäude in Trümmern.
Aleppo im August 2018: Auch wenn der Kampf um die Stadt seit anderthalb Jahren vorbei ist, gleichen weite Teile der Stadt noch immer einem Trümmerfeld.
Ganze Stadtviertel in der zweitgrößten Stadt des Landes sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Einen Plan für den Wiederaufbau gibt es noch nicht.
Während Wladimir Putin auf einen vom Westen finanzierten schnellen Wiederaufbau drängt, geht der Krieg weiter: Mit Luftangriffen bereiten russisches und syrisches Militär eine Bodenoffensive gegen die von Rebellen kontrollierte Provinz Idlib vor.
Im Norden Syriens hat auch die türkische Offensive schwere Verwüstungen hinterlassen. Das Bild zeigt eine Straße in der Stadt Afrin.
Bislang beschränkt sich der Wiederaufbau in Syrien auf symbolisch wichtige Gebäude: Der tschetschenische Warlord Ramzan Kadyrow finanziert über die nach seinem Vater benannte Ahmed-Kadyrow-Stiftung den Wiederaufbau der Khalid-ibn-Walid-Moschee in Homs.